Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Die Hände der beiden jungen Männer vereinten ſich zu einem neuen Bunde, der eine unheimliche Ausdehnung erhal⸗ ten hatte.

Krämer ſchien bleich in der magiſchen Beleuchtung der Nacht und ein kalter Schauer, der bis in die Fingerſpitzen drang, rieſelte ihm durch's Blut. Rüttiger's Hand brannte dahingegen wie im Fieber und er fühlte eine Regung inneren Mißvergnügens, welches der Reue gleich kam.

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Monate waren vergangen. Neue Ereigniſſe, neue Umgebun⸗ gen hatten die Erinnerung an jene romantiſche Nacht auf der ſpaniſchen See aus ihrem Gedächtniſſe verdrängt.

Der Herbſt war gekommen; mit ihm ein anderes Klima und ein andrer Himmel. Das Fahrzeug, welches nach Ant⸗ werpen beſtimmt war, lag nun außen vor der Rhede von Vließingen vor Anker, um günſtigen Wind abzuwarten. Hier ſollten die beiden jungen Männer durch ein eben ſo un⸗ vorhergeſehenes als ſchreckliches Ereigniß die erſte bittere Er⸗ fahrung ihres Lebens machen und die Unſicherheit menſchlicher Berechnungen, die Unzulänglichkeit ihrer eigenen Kräfte kennen lernen mit einem Wort: ſie ſollten die Trennung ertragen, welche ſich nie an ſie heran wagen durfte.

Seit mehreren Tagen wüthete ein heftiger Sturm, welcher der Verproviantirung hinderlich geweſen war. Der Tiſch des Capitains litt beſonders darunter und am Sonnabend Nach⸗ mittag wurde die Ordre ausgefertigt, daß ſich drei der kühnſten Leute, trotz des ſchlechten Wetters, auf eine Expedition nach der Stadt zu begeben hätten. Da dieſe Fahrt nicht ohne Gefahr für die Betheiligten war, machte der Capitain eine Ehrenſache daraus, indem er ſeine Mannſchaft aufforderte, ſich freiwillig dazu zu ſtellen. Unſre beiden Freunde waren natürlich die Erſten, die ſich meldeten und ihr Eifer ſtach grell gegen die

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