Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Ich danke Dir, Freund aber wenn ich nun meines Herzens Gedanken hervorhole, ſo darfſt Du nicht über mich lachen!

Das verſpreche ich nicht. Du weißt, das ich nicht zu den Leuten gehöre, welche die Zukunft gern in ein Todtenhemd kleiden mögen. So lange das Leben noch in uns ſitzt, ſollen wir es warm in Mark und Bein fühlen. Für den Augenblick iſt übrigens keine Gefahr, daß ich Dich mit meinen Redereien quäle, welches überhaupt nicht meine Gewohnheit iſt, das weißt Du.

So höre, wonach meine Seele trachtet! Nach nichts Geringerem, als dem Uebereinkommen, daß unſer Bund ein Stück über jene Grenze hinaus dauere, die wir Beide kennen.

Unbekanntes Fahrwaſſer kein Compaß, Bruder! Wir können es immerhin verſuchen; laß uns mit

ernſtem, kräftigem Handſchlage verſprechen, daß, falls wir ge⸗ trennt werden, derjenige, welcher zuerſt vom Freund Hain ge⸗ holt wird, den Andren durch irgend ein Zeichen davon benach⸗ richtigen ſoll.

Du biſt krank, Freund Du beunruhigſt mich! ant⸗ wortete Rüttiger.Ich muß Dir überdies geſtehen, daß wir Menſchen, meiner Anſicht nach, den Fuß nicht auf einen Boden zu ſetzen verſuchen ſollen, der für uns weit gefährlicher iſt, als der des Meeres, trotz aller ſeiner Klippen und Untiefen. Kraämer ſchien verſtimmt. Es lag jedoch kein Funke von Bitterkeit in ſeinem Tone, als er fragte:Du willſt alſo nicht?

Ich möchte es eigentlich nicht, da Du aber ſo großes Gewicht darauf zu legen ſcheinſt, möge es ſein wie Du wün⸗ ſcheſt... da iſt meine Hand, Kamerad! Einmal im Leben darf man wohl ein Wort mit einander reden, was ſonſt nicht dahin gehört, aber weder Du noch ich dürfen uns wieder auf ſolche Weiſe äußern.