Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Was nun drückt der unheimliche, eiſige Nordwind Deine Seele mitten in einer ſo lauen, prächtigen Nacht des Südens? Schüttle ihn wenigſtens ſo lange ab, bis Du die weſtlichen Stürme in der Nordſee fühlſt und Hagel und Schnee⸗ flocken um die Hausecken und Fenſterſcheiben in Strömſtad tanzen ſiehſt! Ich verlange außerdem, daß Du meine Freude theilſt über ein unzertrennliches Bündniß, das, mehr als kna⸗ benhaftes Spiel, durch Manneskraft und Mannesgedanken ge⸗ ſtärkt und geheiligt iſt.

Ein unmerkliches, wehmüthiges Lächeln glitt über Krämers Lippen, als er antwortete:

In der Jugend ſo behaupten wenigſtens die alten Leute entwirft man viele unnütze Pläne.... aber einer⸗ lei, fügte er eiligſt hinzu, als er die zuckenden Augenbrauen des Freundes bemerkte,einerlei, was die Alten von ihren bit⸗ teren Erfahrungen ſingen; die Pläne, welche wir geſponnen, haben uns zu viel Vergnügen gewährt, als daß wir ihnen durch Mißtrauen lohnen ſollten.

Das iſt auch meine Meinung.

Und, fuhr Krämer mit belebtem Blicke fort,wenn wir dereinſt wirklich ein eigenes Schiff haben, ſo beladen wir es mit tauſenderlei Producten, ſteuern Cours auf Indien und ſtürzen uns in alle die Abenteuer, welche der Tauſchhandel mit ſich führen muß.... Aber dennoch, Rüttiger, für den Fall, daß unvorhergeſehene Ereigniſſe uns trennen ſollten....

Ich weiß nicht, was Dich anficht, Kamerad! Du haſt

freilich bisweilen einen Anſatz von der garſtigen Landſeuche ge⸗

habt, die man Schwärmerei zu nennen pflegt, aber ſo wie heute habe ich Dich noch nie geſehen... Nun, willſt Du mit etwas heraus, was Dir auf dem Herzen liegt, ſo nur zu, meine Ohren ſtehen offen wir haben ja augenblicklich doch nichts andres zu thun, als hier zu ſitzen und dem Geplätſcher des Waſſers zu lauſchen, das um den Kiel ſpielt.