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Ernſt, deſten In⸗ Tags
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Ihr Poſtillon und ſpäter, wenn Sie ſo wollen, Ihr Spielzeug. Sie dienten mir auf eine andere Art. Meine beſprochene Verbindung war nicht eine Erdichtung, um mir in Ihren Augen ein Intereſſe zu geben und Ihre Befürchtungen einzuſchläfern; ich war wirk⸗ lich mit meiner Couſine verlobt, ich liebte ſie aus vollſtem Herzen. Aber ſie liebte mich nicht ſo, wie ich geliebt zu werden wünſchte; ich hielt es daher für billig, eine kleine Intrigue zu ſchaffen.— Die Eifer⸗ ſucht hat immer der Liebe auf die Beine geholfen— und ich kanu ohne Prahlen behaupten, daß meine Kur geholfen hat. Wäre ſie hier, ſo würde ſie es ſelbſt geſtehen.“
„Ich geſtehe es ungezwungen nnd der beſte Beweis iſt, daß ich Dir hierher gefolgt bin, um zu ſehen, was Du vorhatteſt.“
Bei dieſen Worten wandte ſich Bictor plötzlich um.
Er ſah ſeine bezaubernde Couſine ſtrahlend von ſchalkhaftem Lächeln daſtehen. 3
Auf ſie zueilen, ihre Hand ergreifen und ihr einen feurigen Dank zuflüſtern, war das Werk einer Sekunde. Hierauf fügte er in einem neuen Geflüſter hinzu:
„Erinnere Dich herrlichſtes von allen herrlichen Weibern, daß Du einmal ſagteſt: werde ich nicht ohne mein eigenes Zuthun verlobt, ſo werde ichs niemals... das Schickſal hat Dich jetzt beim Wort genommen.“
„Still— das wollen wir ſpäter abmachen... Laß mich jetzt ein Wort zu Richard ſagen, den ich...“
„Kein Urtheil ohne Vertheidigung, Bertha!“ ſagte heftig der ehemalige Schwager in spe.
„Deine Schweſter weiß Alles, nur nicht, daß Mathilde ſeit drei Vierteljahren Wittwe iſt, und daß wir im Begriff ſtanden jetzt Abſchied von einander zu nehmen.“
„Mein Fräulein,“ ſtammelte Mathilde in tiefer Verwirrung,„ich war mehrere Jahre, bevors ich ver⸗ mählt worden, mit Richard verlobt.. und⸗ich habe


