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führen. Du mußt jetzt ein für allemal aus dieſer Gegend abreiſen. Mein Gefühl, ja ſogar mein Ge⸗ wiſſen ſpricht laut gegen dieſe Zuſammenkünfte, und überdieß macht es mir auch Schmerz, den Bezirksamt⸗ mann, dieſen treuherzigen Narren, noch länger in ſei⸗ ner Täuſchung zu erhalten. Was den Rektor betrifft, ſo fand ich bereits geſtern einen Vorwand mich ſeiner zu entledigen, und morgen kommt die Reihe an meinen andern Liebhaber; denn jetzt, da Du abreiſeſt...“
„Mathilde, Du biſt grauſam... Haben wir wohl ſo viel vom Leben genoſſen, daß wir nicht dieſe armſelige Freude eines Augenblicks ohne Gewiſſensqual annehmen konnten!“
„Schweig... iſt Dein Gefühl ruhig?“
Der Liebhaber beugte ſein Haupt in die Hand hinab.
„Siehſt Du jetzt?“
„Wenigſtens,“ ſtammelte er leiſe,„muß ich noch die Antwort erwarten. Enthält ſie den Tod, ſo bleibt uns der Abſchied übrig.“
„Aber, ſo wiſſe denn, daß... ſie hier iſt.“
„Sie— wer... was meinſt Du?“
Er fuhr empor.
„O ſieh jetzt an Deiner Gemüthsaufregung, daß wir verbrecheriſch ſind. Es iſt nicht genug, daß unſere Liebe rein iſt wie der Himmel, ſie iſt dennoch ein Ver⸗ brechen... Ach, Richard, warum mußteſt Du mich dazu überreden.. Warum? Ich habe ſchrecklich ge⸗ litten um ihretwillen, um Deinetwillen, um meinetwillen, um des Mannes willen, der fort iſt, deun es iſt ge⸗ mein die Welt an ihren Irrthum glauben zu laſſen.“
Richard hatte nichts gehört: wie im Traume wiederholte er blos:„Sie hier, ſie...“
„Ja auf Beſuch bei ihrer Tante. Du findeſt doch wohl endlich, daß die Sache ein Ende haben muß?“ „Mathilde, ich habe Dir geſagt und ich ſchwöre


