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Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
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werden Sie ſchon ſehen. Ich habe es Niemand an⸗ vertrauen wollen, aber Ihnen, Mama, kann ich jetzt ſagen, daß Sie eine entzückende Schwiegertochter be⸗ kommen werden.

Mein lieber Victor, ich fürchte, Du läſſeſt jetzt Deiner Eigenlie...

Ihr ſprecht doch immer von dieſer. Ich verlange nicht mehr als 24 Stunden, um zu beweiſen, daß ich zum Opfer ungerechten Argwohns geboren bin.

Mein lieber Junge, wie dem auch ſein mag, ſo muß ich Dir zu wiſſen thun, daß die Geheimthuerei dieſer Dame meinen Beifall nicht hat. Ein rechtſchaffe⸗ ner Kummer bedarf einer ſolchen Zerſtreuung, wie ſie ſucht, nicht.

Liebe Mama, wir ſelbſt waren es ja, die uns ihr aufdrängten.

Im Anfang ja... aber nachher war ſie es, die Euch fortfahren ließ... und war dieß Zerſtreuung genug, was thut ſie dann bei ihren einſamen Fahrten am Abend? Ich habe kein Vertrauen zu ſolchen Dingen.

Es iſt die unſchuldigſte Sache von der Welt.

Hem, hem...

Victor wollte nicht mehr hören. Er floh nach ſeinem Lieblingsplatz unter den Klippen. Und er hätte gar nicht gelegener kommen können, um auf einmal das Boot nebſt der Beherrſcherin ſeiner Seele über den blauen Waſſerſpiegel hingleiten zu ſehen.

Eine Verſuchung kam jetzt über den jungen Mann, eine mächtige Verſuchung. Warum ſollte er nicht in ſein Boot ſteigen und ihr nachfolgen?

Eine Stimme die Stimme des Zartgefühls erhob ſich gegen den Vorſchlag. Hegte er nicht den tiefſten Abſchen vor Spionerei, hatte er nicht ſeinen Bruder verurtheilt, der dieſes Syſtem angewendet hatte? Allerdings. Aber... aber da es ſich jedenfalls