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Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
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danke, eine Ahnung, eine Hoffnung... aber dann wieder Furcht, Schrecken, eine unbezwingliche Unruhe.

Wer kann das hier begreifen... wie niedrig... aber auch wieder wie glücklich, daß das Schlimmſte blos ein Zweifel war... Nein es war nicht einmal ein Zweifel, denn ſonſt wäre ich geſtorben, ſtatt in Un⸗ macht zu fallen, aber fügte ſie mit wiederkehrender Faſſung hinzu ich muß nachſehen, an welchem Tag er ſchrieb... Wohin iſt dieſer Brief gekommen?

Sie eilte an ihre Chiffonniere und riß aus der ge⸗ heimen Schublade ein Büchlein, das mit Aufzeichnun⸗ gen voll geſchrieben war, welche ſie jetzt eifrig zu durch⸗ blättern anfieng.

Den.. Juli. Zerſtreuung durch den lächerlichen Beſuch der beiden Brüder... Ach hätte ich bei meinem erſten Entſchluß beharrt, ſie niemals zu empfan⸗ gen. Aber wer weiß, was ein paar müßige Män⸗ ner wie ſie ſich hätten unterſtehen können... vielleicht etwas nichts beſſeres, als ſie wirklich gethan haben.

Ferner im Juli... Brief von Beiden... Werbung des Rektors... Eigenliebiger Narr. Verlobung des Bezirksamtmanns... nicht ſo übel ausgedacht... Ah... Was iſt das... ſeine Reiſe in die Stadt, um den Brief zu holen. Ein Lächeln ſchimmerte durch die Thräne, die noch im Auge ſchim⸗ merte der Brief... ja dieſer himmliſche Brief... es war gut, daß er Zartgefühl genug beſaß, ihn nicht ſelbſt zu überbringen!

Drei Tage ſpäter... Oh ich brauche es nicht wieder zu leſen... Nie werde ich meine Aufregung vergeſſen, als ich nach Hauſe kam. Sie war es, was Sophie verrieth. Hätte ſie mehr gewußt, würde ſie auch mehr verrathen haben... Mein Gott, mein Gott, wie ſchwer habe ich nicht für dieſe ſchnell ent⸗ ſchwundenen Stunden der Seligkeit gebüßt. Gibt es etwas Schauerlicheres als die Reue zumal eine

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