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„Ja im Anfang, aber ſpäter nicht mehr... das betheure ich Ihnen... ſpäter nicht mehr.“
„Und Du— Du thateſt es?... Was hatteſt Du denn zu berichten? Sprich die Wahrheit, wenig⸗ ſtens jetzt!“
Es lag eine ſo hohe und gebietende Würde in Mathildens tiefem Schmerz, daß Mamſell Sophie nicht zu widerſtehen vermochte. Sie erzählte Alles vom An⸗ fang bis zum Ende.
„Nun,“ verſetzte die Gebieterin mit ſchwebender Stimme,„dieſes Fräulein Hilda...“
„... iſt ſeine Couſine und mit ihrer Schweſter zu Frau Wallenberg gekommen, die ihre Tante iſt. Kei⸗ ner von den Herrn hatte hier etwas davon geſagt, aber geſtern begegnete ich dem Rektor, als er mit dem Fräu⸗ lein fuhr— und was er dachte, das konnte man ihm ganz deutlich anſehen...“
„Und etwas Anderes haſt Du nicht mitgetheilt, als was Du mir jetzt erzählteſt?“
„Ich habe nichts anderes gewußt,“ antwortete Sophie mit naiver Offenheit.
„Geh jetzt und laß mich allein.“
„Und Sie werden mir niemals verzeihen, Ma⸗ dame?“
„Ich will es zu thun verſuchen... aber wir werden uns trennen.“ 1
„Das wäre wohl in allen Fällen geſchehen... meinte Sophie mit Selbſtgefühl... aber, fügte ſie hinzu, es iſt bald die Zeit, wo der Rektor kommt.“
„Ich weiß es... juſt darum will ich jetzt allein ein... in einer halben Stunde klingle ich.“
Als die Thüre zugemacht war, ſchwand der letzte Schimmer von Selbſtbeherrſchung von dem ſchönen Geſicht der Gebieterin. Sie rang die weißen Hände. Aber augenblicklich kreuzte ſich ein Blitz von Freude durch den Nebel der Verzweiflung, ein freudiger Ge⸗
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