Druckschrift 
Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

124

ihr ſelbſt ſo ungleich war als möglich, eine Miene voll von Demuth und Reue.

Was ſoll das heißen?

Ich will Sie nicht beleidigen, Madame.. nein um Alles in der Welt nicht... nein das will ich nicht aber dennoch bin ich durch meine Unſchuld und Unbekanntſchaft mit ſchlechten Menſchen das Opfer eines niederträchtigen, heuchleriſchen, unwürdigen, un⸗ vernünftigen, garſtigen Mannes geworden.

Arme, arme Sophie, wie unglücklich Du auch ſein magſt, ſo kannſt Du Dich doch wenigſtens mit dem Gedanken beruhigen, daß ich Dich nicht verlaſſe.. Wer hat Dich betrogen, armes Mädchen?

Ach Gott behüte mich! Sie werden doch nicht an ſo etwas denken, Madame Sophie machte einen tiefen Knix nicht ich bin es, die man betrügen will.

Nun was meinſt Du denn? Du ſagteſt ja, Du ſeiſt das Opfer einer...

Einer Gemeinheit, liebe Madame einer ganz ſchrecklichen Gemeinheit... Ein Herr, von dem Sie ſo Gutes glauben, Madame, und dem Sie vielleicht erlaubt haben, an etwas Schönes für die Zukunft zu denken, ein ſolcher Herr hat... hat ich will es nur geradezu herausſagen bat mich verführt, Sie hier zu Hauſe auszuſpioniren. Und für eine ſo greuliche Sünde, die er auf mich unſchuldiges und unbeflecktes Weſen geworfen hat, dafür darf er weder im Himmel noch hier auf Erden Verzeihung erhalten.

Während Sophie ihr Bekenntniß ablegte, war die junge Wittwe ganz blaß und ſichtlich von einer ſo großen Angſt ergriffen worden, daß ſie nicht ein einziges Wort über ihre Lippen brachte.

Gott ſteh mir bei, wie es Sie angreift... liebe Madame, ſeien Sie nicht böſe auf mich. Wenn ich nicht gedacht hätte, daß er es ehrlich mit Ihnen meine,

ſo hätte chen Bel da er ſo liebes F dame, d Eir Mathild Gebieter loren.

Ein

So ihrer G zeihung biſt Du Nein, vor alle den Du

F

und ein mens n. Deinen Niedert 9 ſagte ih ein, da 5

tete ſi vom