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daß ich wirklich verzeihen und mit Güte eine Gattin behandeln ſoll, die ich ſonſt immer mit mißtrauiſchen Blicken betrachten muß, ſo beweiſt er, daß das Band zwiſchen euch noch vollkommener zerriſſen werden kann.
Wie— was meinen Sie? freagte ich für ſie zitternd.
Es gibt, antwortete er rauh, noch mehr Weiber. Haben Sie dieſe geliebt, ſo beweiſen Sie es dadurch, daß Sie zur Förderung ihres künftigen Friedens eine andere heirathen.
Mein Herr, antwortete ich, da es die eigene Wahl Ihrer Frau iſt, bei Ihnen zu bleiben— ſie konnte nicht anders wählen— ſo laſſen Sie ſie nicht dafür leiden, daß ſie den Weg der Ehre vorgezogen hat. Ich will ihr Glück mit dem meinigen erkaufen.
Verſtehſt Du jetzt Alles, o Hilda, theure, theure Hilda?
Es war ein unſeliges Schickſal, das Dich auf mei⸗ ner Rückkehr von dieſer Reiſe in meinen Weg warf.
Hätten wir uns ſogleich verheirathet, ſo wäre es möglich geweſen, daß Keines von uns vollkommen un⸗ glücklich geworden wäre: ich weiß, was mein Wille und Deine Zärtlichkeit vermöchte.
Aber ich bekam Zeit zur Beſinnung, und die Hoch⸗ zeit wurde aufgeſchoben, bis... es eine unwürdige Handlung gegen uns beide geweſen wäre, ſie zu voll⸗ ziehen, wenigſtens, ohne daß Du vollkommen klar ſiehſt.
Wie lange hat nicht dieſes ſchmerzliche Bekenntniß auf meinem Herzen gelaſtet! Es war mir ſo entſetzlich ſchwer, zu ſprechen, denn ich fürchtete, Du möchteſt die Wunde allzu tief empfinden.
Aber jetzt habe ich Alles ausgeſprochen. Beſtimme Du die Heirath oder den Bruch... Was von Beiden zu Stande kommen mag, es muß jedenfalls bald ab⸗ gemacht werden.


