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Bertha ſchlang die Arme um ihre ältere Schweſter. Sie bildeten eine hinreißende Gruppe. Berthas roſige Wange mit den Thränen in den ſeideweichen Wimpern ſchmiegte ſich zärtlich und warm an Hildas Wange, welche jetzt noch mehr in die kühle Schnee⸗ farbe überſpielte. 1. „Dank, Du holdes Kind,“ ſagte ſie leiſe... „aber laß mich los, ich werde den Schmerz zu ertra⸗ gen wiſſen.“
„Nun wohl,“ ſprach Bertha, als ſie allein war, „laß uns jetzt ſehen, was der Herr Rittmeiſter zu ſagen hat. Ich empfinde juſt einen kleinen Troſt in meinem Gram, wenn ich daran denke, daß ich ſeinen Repräſen⸗
e eine tanten unter das alte Gerümpel auf dem Dachboden t, ins geſteckt habe. —„Die Männer, die greulichen abſcheulichen Män⸗ hieden. ner,“ fügte ſie mit immer mehr geſteigertem Gefühl 4 hinzu...„Nun, es gibt allerdings Ausnahmen, die d ohne angenehm genug ſind... gleichviel, die Annehmlichkeit hätte währt blos ſo lang, als man nicht mit ihnen ver⸗ e Hil⸗ lobt iſt.“
Sie ſetzte ſich tief in die Sophaecke und begann „„um zu leſen:
„Verehrte Hilda!
t auch(Dieß hier, unterbrach ſich Bertha, muß wohl im Schrei⸗ Narrenhaus geſchrieben ſein, da der Menſch ſeine Braut cke ich ganz ſo titulirt, wie wenn er einer alten Tante mit
einem Neujahrswunſch aufwartete. Sie fuhr fort:)


