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Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
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geleiſtet hatte. In dieſem Augenblick ſchob ſie die verehrungswürdige Rahmmilch auf Victors und Ber⸗ thas Seite.

„Liebe Tante... ich will gewiß, wie ich ſagte, Nahmmilch eſſen... aber Victor hat immer ſo viel Poſſen in ſeinem Kopf.“

„Dann müßt ihr allein frühſtücken, meine Herr⸗ ſchaften.“ Die Wirthin zog ihren Stuhl zurück, Hilda that daſſelbe und der Rektor in ſeiner Ordent⸗ lichkeit folgte dem Beiſpiel.

„Nein, nein, meine Herrſchaften, es war nicht meine Abſicht, Euch zu ſtören,“ entſchuldigte ſich Frau Gertrud.

„Ich bin vollkommen fertig,“ ſagte Hilda.

„Ich auch, liebe Mama,“ ſagte der Rektor, an dem heute die Reihe war, die noch immer gleich unbe⸗ ſiegte Mathilde zu beſuchen.

„ und wir, was ſollen wir thun?“ fragte Bertha mit einem höchſt zauberiſchen Lächeln.

„Wir können doch nicht hungrig vom Tiſch weg⸗ gehen,“ meinte Victor.

„So laß uns alſo fortfahren, notabene mit der Uebereinkunft, daß wir jetzt eſſen, ſtatt zu ſchwatzen.“

Frau Gertrud war bereits außen und in voller Thätigkeit an ihren Geſchäften.

Hilda ſaß auf einer kleinen Holzbank in der Haus⸗ flur und blickte nach der Thüre hin.

In dieſem Augenblick kam Edwin mit der Mütze in der Hand und der Cigarre im Mund heraus.

„Es war ihm juſt nicht unangenehm, daß er nicht ſogleich fortkommen konnte; es wäre unartig ge⸗ weſen, an ſeinem Bäschen vorbeizugehen, ohne einige Worte mit ihr auszutauſchen.

„Gedenkſt Du einen Spaziergang zu machen, gute Hilda?“

„Nein, ich finde es angenehmer, hier im Schat⸗

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