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Seidenmantel. und ein weißer moirirter Hut mit Roſen und ein Sonnenſchirm von....“ Aber jetzt unter⸗ brach ſich das junge Mädchen ſchnell, indem ſie ihr ganzes
natürliches Weſen wieder annahm...„Sieh da den
armen Mann, der auf die Thüre zukommt!“
„Liebes Fräulein, das iſt gewiß ein entſprunge⸗ ner Sträfling.“
„Cajſa, willſt Du, daß ich böſe werden ſoll... Sie ſtampfte mit dem Füßchen auf den Boden... „Geh ſogleich und öffne das Gatterthor. Du ſiehſt ja, daß er vor Müdigkeit zu Boden ſinkt. Langſames Ge⸗ ſchöpf.. ich ſpringe ſelbſt hin.“
In demſelben Augenblick rollte eine Berline die Allee herauf. Aber Bertha ſchaute kaum dahin, bevor ſie den alten Invaliden— denn ein ſolcher war es— in der Küche und wohl verpflegt ſah.
„Wenn ich meinen Geſchäften nachgehen dürfte,“ ſagte Cajſa brummig,„und Sie, Fräulein, giengen
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den Ihrigen nach, ſo müßten nicht die Leute draußen
im Wagen ſich die Hälſe verdrehen, um nach Ihnen zu ſehen.“
„Still Du alte Hexe— ich ſpringe jetzt hin.. Aber jetzt erfährſt Du auch mein Geheimniß nicht. Haſt Du je einen weißen Moiréhnt mit Blumen ge⸗ ehn?“ ſehn Niemals mit Wiſſen.“
„Ich anch nicht— aber jetzt kannſt Du Dich an
der Hoffnung erfreuen.“
Lächelnd und entzückt über die Beſtürzung der 4
alten Cajſa eilte Bertha fort und kam juſt in die
Hausflur, um einen ganzen Wagen voll Nachbarinnen zu bewillkommnen, welche ſehen wollten, wie das kleine,
einſame Fräulein ſich befand. Aber Bertha wußte ſo genau, wieviel auf dieſe Freundſchaft zu bauen war.— Sie war jeden Sonntag in der Kirche mit theil⸗ nehmenden Fragen über die Reiſe ihrer Schweſter⸗ ob
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