geriſſen
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und ihre langen Locken hinter die Ohren geworfen hatte, von wo ſie ſich ihren Hals hinabringelten.
Sophie war zwar dem Bezirksamtmann nicht ganz hold wegen der legeren Art, womit er ihre Gunſt aufgenommen hatte. Aber gleichviel, es war jedenfalls eine Zerſtreuung in der Einſamkeit, einen neuen Verſuch zu machen.
Aber Himmel, wie ungnädig wurde ſie, als ſie ſah, wie der junge Mann, während er ihr den man⸗ gelhafteſten aller mangelhaften Grüße zunickte, gerade vor ihrer Naſe ſein Pferd und folglich auch ſeine eigene Perſon umwandte.
„Danke gehorſamſt, Herr Bezirksamtmann, dieß kann man artig nennen. Nun, aber ſo ſagen Sie doch wenigſtens, wollen Sie denn mit Niemand ſpre⸗ chen, Herr Bezirksamtmann?“
„Oh, ich hab' bereits mit dem Jungen geſpro⸗ chen. Aber haben Sie die Güte, Manſell, dieſen Brief da, den ich geſtern in der Stadt erhielt, zu nehmen und ihn ſogleich der Frau Bendelvik zu über⸗ bringen.“
„O Gott bewahre, das wird wohl auch keine ſolche entſetzliche Eile haben, oder Herr Bezirksamt⸗ mann, wollen Sie vielleicht warten, bis ich mit Ma⸗ dame geſprochen habe?“
„Das iſt nicht nöthig, Manſell.“
Er ritt in aller Eile fort.
Was in dieſem ſo erſehnten Briefe ſtand, wiſſen wir nicht. Aber ſicher iſt, daß die junge Wittwe im Verlauf des Tages mindeſtens zwanzig Augenblicke hatte, wo das Lächeln ihre Lippen und Augen be⸗ rührte, und man bemerkte wohl, daß dieſes ſonnen⸗ ſcheinartige Lächeln tief aus dem Innern kam. „Es iſt ſchrecklich erfreulich, eine ſolche Miene


