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liegen ließ. Und es würde wie eine unſchickliche Auf⸗ dringlichkeit ausgeſehen haben, wenn ich ihr damit nach⸗ geſprungen wäre.“
Victor antwortete Nichts.
Seine gute Laune war dahin, und obſchon er gerne noch tauſend Fragen über ihr Ausſehen, ihr Weſen, ihre Schwermuth gemacht hätte, ſo machte er doch nicht eine einzige.
Es war offenbar, daß Edwin dieſe Umſtände, in deren Rahmen das kleine Abenteuer eingeſchloſſen war, ebenſo eifrig mitgetheilt haben würde, aber Victor hatte doch einen Troſt— wenn er auch ihm ſelbſt ein Leiden bereitete— nämlich daß Edwin keine Gelegenheit hatte noch weiter mit ſeinem Erfolg zu prahlen.
Aber wir verlaſſen jetzt die Brüder, um der jungen Wittwe ſelbſt einen Beſuch zu machen.
VI. Der Kummer einer Wittwe.
Es iſt am Morgen des folgenden Tages.
In einem großen tiefen Zimmer, das zwar nicht ſchwarz ausgeſchlagen war, aber doch dunkle Tapeten und verſchloſſene Gardinen hatte, ſaß die Herrſcherin des Ortes, zurückgelehnt an die ſkulptirte Rückenlehne eines alten Armſtuhls von Ebenholz.
Die junge Frau, die, wie wir hörten, Mathilde hieß, war in der Nähe noch blendender, und der Aus⸗ druck des Leidens, ganz beſonders eines ſchmerzlichen


