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Man konnte ſich eine halbe Meile von ſeiner alten Heimath nicht wohl verirren. Auch konnte man nicht ſtürzen und Arm und Bein brechen, wenn man ſich zu Fuß befand. Und auf der Jagd begriffen zu ſein, das war beinahe ebenſo unmöglich ohne Büchſe, beſon⸗ ders auf einer fremden Markung.
„Ach mein Gott, wie dumm bin ich!“ rief er end⸗ lich.„Ich will ja in die Sägmühle gehen, ich habe für meine Mutter etwas zu beſtellen... Zum Henker, die Sägmühle liegt in einer andern Richtung und ihr Weg iſt juſt dieſer da. Taugt nichts!“
„Nun jetzt hab ichs... ich bin Botaniker... Botaniker mit Leib und Seele, und ich habe ſagen hören... nein, ich weiß von meiner Kindheit her, daß hier eine äußerſt ſeltene Pflanze vorkommt, gleich⸗ viel welche— es fällt mir jetzt meiner Seel kein ein⸗ ziger lateiniſcher Name ein, aber es iſt um ſo artiger, ſich auf rein Schwediſch auszudrücken.“
Und jetzt begann er mit der geſpannteſten Auf⸗ merkſamkeit unter den Geſträuchen und Geſteinen um⸗ her zu ſuchen, während er in Gedanken ſeinen Monolog fortſetzte.
„Ja, ja, ſo geht es demjenigen, der ein gerechtes Vertrauen zu ſich ſelbſt beſitzt. Das Glück iſt dem Kühnen niemals abhold. Während Du ſchläfſt und nachgrübelſt, theuerſter Bruder, ſchmiede ich das Rad meines Glückes... Und bei meiner armen Seele, ich glaube, daß meine Geſchicklichkeit juſt jetzt auf die
Probe geſetzt werden ſoll— ſind dies nicht eines
Seraphs Füße, die hinter mir über das Laub hin⸗ ſchweben?“ 2
Hätte der junge Mann der Wahrheit gemäß ant⸗ worten wollen, die er in ſeinem Innern vernahm, ſo würde er nein! geantwortet haben; ſo wenig ſchienen die trippelnden und nicht ſonderlich leichten Tritte, die
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