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Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
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kann die meinigeu nicht regieren, und ich erkläre Dir, daß dieſes Weib, mit welchem juſt Du ſelbſt vorher meine Einbildungskraft angefüllt haſt, ebenſo lang in meinem Herzen bleiben wird, als ſie es ſchnell in Beſitz genommen hat.

Aber, verſetzte der Rektor,falls auch ich mir die pikante Mühe geben wollte dieſe geheimnißvolle Wittwe zu beſiegen, wie kannſt Du dann glauben, daß ich ohne Kampf nachgeben würde? Nein, nein, mein lieber Victor, Deine Kühnheit beluſtigt mich und for⸗ dert mich heraus.

Nun, ſo wollen wir es denn verſuchen, jeder für ſich!

Ganz gut, und die Hoffnung ſteht Jedem zu... laß ſehen, ich habe beinahe zwei Monate vor mir.

Aber ich habe nicht mehr als ſechs Wochen, die Sache muß binnen dieſer Zeit zur Entſcheidung kom⸗ men.

Der Rektor lächelte zweifelhaft.

Es muß ſich entſcheiden, ſage ich. Wollen wir wetten? Ehe ſechs Wochen zu Ende ſind, muß dieſes entzückende Weſen ſich entſchloſſen haben, zu leben für...

Für Dich?

Für mich!

Du verlierſt, und ich werde mein Beſtes thun, um es Dir zu beweiſen.

Thu was Du willſt. Ich höre eine Stimme in mir, die mir zuflüſtert getroſt zu ſein. Sie wird nicht widerſtehen, aus dem Grund, weil Amor ſelbſt ihr Ge⸗ müth mir geneigt machen wird.

Der Rektor lächelte noch einmal mit derſelben ruhi⸗ gen, mitleidigen Miene, die auf ſanguiniſche Charaktere ſo aufreizend wirkt.

O, wie haſſe ich ein ſolches Lächeln! rief Vickor. Es iſt eine Art vergifteter Waffe, deren ſich proſaiſche

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