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und triviale Perſonen bedienen, blos damit ſie das Vergnügen haben Andere zu verletzen.“
„Mein Gott, Du wirſt ja ganz närriſch, lieber Victor! Auf den Beſitz eines Weibes zu wetten, von dem Du gar nichts weißt.“
„Weiß ich gar nichts?“
„Beinahe ſo viel als nichts.“
„Ich weiß Alles was nöthig iſt, um ein großes Gefühl zu wecken.“
„Ah, wirklich?“
„Sie iſt ſchön wie der Lieblingsengel Gott Vaters.“
„Den Du geſehen haſt?“
„Rein und heilig wie der Andachtsſeufzer, welchen der Maler der Madonna ſeiner Träume widmet.“
„Ei, jetzt biſt Du ja recht im Zuge.“
„Sie leidet, ſie iſt unglücklich, und ſie weint. Armes, herrliches, holdſeliges Weib, allein mit Deinem Schmerz und Deinen Erinnerungen, müßteſt Du ja vergehen.“
„Aber ſo vergiß doch nicht, daß ſie mit ihrem Schmerz und ihren Erinnerungen allein ſein wollte, daß ſie die Stadt, die Freunde, die Theilnahme flieht, um ſich in dieſem abgelegenen Winkel zu verbergen, den ſie während der Lebzeiten ihres Mannes niemals be⸗ ſuchte.“
„Daß ſie das thut, iſt blos ein weiterer Beweis für ihre Vortrefflichkeit. Aber kein Kummer währt ewig, und es iſt Zeit, daß dieſer gemildert wird.“
„So ſei es denn, wie Du willſt! Du beſtimmſt ſechs Wochen, ich meine zwei Monate, und zeigt es ſich, daß Du am Schluß Deines Termins einige Hoff⸗ nung haſt, ſo gebe ich freiwillig meine Anſprüche auf. Biſt Du dagegen nach Verfluß der ſechs Wochen nicht weiter gekommen als ich, ſo mußt Du alle Anſprüche aufgeben und mir das Feld räumen.“
„ℳ³ la bonne heure, ich bins zufrieden.“


