Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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viele Muſikkenner befinden.“— Allein der Graf wollte keine Einwendungen hören; er wandte ſich an Hilbert und bat die⸗ ſen, ſeiner Tochter zuzureden. Der Inſpector that dies und mehrere Anweſende vereinten ihre Bitten mit der ſeinigen, ſo daß endlich Emma, die es für unartig hielt, ſich in ſolchen Fällen lange bitten zu laſſen, mit zitternden Fingern einige Accorde auf der Laute anſchlug. Mit unſichrer Stimme ſang ſie dann ein kleines deutſches Lied, welches Fräulein Louiſens

ſtimme begleitete, wodurch Emma allmählich mehr Feſtigkeit und Stärke gewann. 5

n Als das Lied zu Ende war, wollte ſie die Laute weglegen, n. allein man bat ſie dringend, noch eine Romanze vorzutragen.

⸗ Emma warf einen Blick auf ihren Vater, der ihr beifällig zu⸗ m nickte; dann blickte ſie ihre Mutter an, die anfangs ängſtlich l und beklommen dageſeſſen hatte, jetzt aber ganz vergnügt aus⸗ 4, ſah. Sie ſang und erntete allgemeinen Beifall. Die Ober⸗ ie ſtin von Mer auf Björeſät fragte, ob ihr die kleine Romanze — ihr Lieblingslied—„Ich denke Dein und werde Dein nd ſtets denken’ bekannt ſei. Emma bejahte und die Oberſtin h⸗ bat, daß ſie dieſelbe ſingen möchte. be Nun entſtand unter den Anweſenden ein wahrer Enthu⸗ un ſiasmus. Das ſchöne unſchuldige Geſicht der Sängerin, ihr zu ausgezeichneter Vortrag, ihre ſilberklare, ſüße, nicht allzuſtarke, een aber ungemein wohlklingende Stimme, ihr anſprechendes mei⸗ ien ſterhaftes Lautenſpiel und der rührende Ausdruck der Worte ſo des Liedes verſetzte Alle in ſolches Entzücken, daß noch einige zu Sekunden nach dem Verhallen des letzten Tons eine Stille ohl herrſchte, die ſich gleich darauf in ein Gemurmel von Dank⸗ ber ſagungen und Beifallsrufen verwandelte. tte, Emma ſang nun nicht mehr, aber Niemand von den ſo Anweſenden wollte ſich nach ihr hören laſſen, weil ihr Geſang

ſolchen Eindruck gemacht hatte, daß man bei einer Vergleichung