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nicht, Emma durch einen und den andern vielſagenden Hände⸗ druck daran zu erinnern, daß er noch derſelbe war. Aber in ſeinem Entzücken vergaß er, den Tanz abzubrechen; Beide be⸗ merkten nicht, daß ſie ſchon allzu lange zuſammen tanzten. Deſto beſſer bemerkten dies Fridolf Tyrell und Wilhelm Ros⸗ man, welche nicht am Tanz Theil nahmen, ſondern phlegma⸗ tiſch im Kreiſe ſtanden. Aber Beide ließen Emma nicht aus
dem Geſicht und Beide empfanden ein Gefühl von Freude, als der alte Graf endlich ſeinem Sohn zurief:—„Eduard, willſt Du denn das Tyrolermädchen todt tanzen?— Zu⸗
gleich ergriff er Emma bei der Hand und führte ſie aus dem Tanzring, indem er ihr freundliche Vorwürfe darüber machte, daß ſie den angreifenden Polska ſo lange getanzt hatte. Ihre Hand hielt er feſt und ließ ſie nicht wieder in den Kreis der Tanzenden, ſondern ging mit ihr in lebhaftem Geſpräch au⸗ ßerhalb des Kreiſes hin und her, da ſie nach ſeiner Behaup⸗ tung genug getanzt hatte.
Bald darauf begaben ſich Alle in den ſogenannten Gerichts⸗ ſaal, in welchem der eigentliche Tanz beginnen ſollte. Es war langjährige Sitte, daß am Johannisvorabend der Beſitzer des Gutes Be ſelbſt, ſowie jedes Glied ſeiner Familie zwei Tänze mittanzten, den erſten mit einer Standesperſon des Hammer⸗ werks, den zweiten mit einer Perſon aus der arbeitenden Klaſſe deſſelben. Dies geſchah auch heute. Als dieſe beiden Tänze vorüber waren, begab ſich der Graf mit ſeiner Gemahlin und den älteren anweſenden Standesperſonen in die Geſellſchafts⸗ zimmer, während die jungen Leute unter dem Volk zurückblieben.
Angefeuert von der Heiterkeit, welche nun ungezwungen zu herrſchen begann, vergaß Eduard alle Vorſicht und wich kaum von Emma's Seite, obwohl ihm dieſe— darüber ängſtlich und bekümmert— auf jede Weiſe dadurch zu entſchlüpfen ſuchte, daß ſie ſich zu den herumſtehenden Mädchengruppen geſellte. Aber dieſe Gruppen zerſtreuten ſich bei jedem einzel⸗


