Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Hand die als Nonne gekleidete Clara D'us, mit der andern ſeine alte hinkende Großmagd und drehte ſich mit ihnen herum, indem er rief:—„Bildet einen Ring, Freunde!“— Au⸗ genblicklich war ein Kreis um den Maibaum gebildet und gleichzeitig entſtanden vier bis fünf andere Kreiſe zum Tan⸗

zen. Allein der Graf rief:—„Bildet einen einzigen großen Ring um den ganzen Platz, damit man mit allen hübſchen Mädchen tanzen kann!— Die ſämmtlichen Kreiſe verwan⸗

delten ſich in einen einzigen großen Ring, und der Graf, der nun hinreichenden Raum zum Tanzen hatte, ging zuerſt zu Emma Hilbert und bat ſie um einen Tanz. Lange tanzte er mit ihr einen lebhaften Kreuzpolska und umarmte ſie dann. Emma verneigte ſich erröthend und trat wieder an ihren Platz zurück. Nun rief der Graf Emilie Rosman. Emilie trat vor und der Graf lachte bei ihrem Anblick laut auf.—„Was tauſend— ſagte er—„iſt dies die blühende Emilie?— Kreuz, meine Freundin, wie ſieht ſie aus! Doch gleichviel, Mutterchen, wir wollen tanzen.“—„Frau Pratenberg heiß⸗ iche— antwortete Emilie und ſchwenkte ihren großen Fächer. Allein ihr Polska dauerte nicht lange, denn Frau Pratenberg konnte mit ihren ſchweren hohen Abſätzen nur mühſam tanzen. Hierauf tanzte der Graf mit Fräulein Aurora Jes, einem ſehr ſchönen Mädchen aus der Nachbarſchaft, dann mit Carin, der jüngſten Tochter des Gärtners, zuletzt mit Fredrike Wiege, der Tochter eines Schmidts beim Hammerwerke. Hierauf rief er ermüdet:—„Nun kann ich nicht mehr tanzen.“— Nun trat Eduard hervor, um ſeinerſeits mit den ſchönſten Mädchen zu tanzen; allein er wagte nicht, zuerſt Emma zu wählen. Nach und nach traten jedoch mehrere tanzende Paare in den Kreis und als die Anzahl derſelben bis auf fünf und zwanzig geſtiegen war, glaubte Eduard, ohne Aufſehen mit Emma tanzen zu dürfen. Wie klopften die beiden jungen Herzen, als ſie einander ſo nahe waren; und Eduard vergaß