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Mit aller Raſerei der Eiferſucht im Herzen, lief er in den entlegenſten Gängen des Parkes auf und nieder. Hilbert, der nicht wußte, wohin derſelbe ſeinen Weg genommen hatte, erwartete ihn vergebens auf dem Comptoir. Wilhelm Ros⸗ man, der mehrere Jahre hindurch ſein beſter Freund geweſen war, war ihm nun Emma's wegen verhaßt und nach ſeiner Anſicht ſein ärgſter Feind.
Emilie brannte vor Neugierde, ihr Wahrſagerkoſtüm ihren Angehörigen zu zeigen; ſie nahm deshalb bald Abſchied von ihrer Freundin, obwohl ihr Bruder gern noch länger dageblie⸗ ben wäre. Emma nahm ihren Hut und begleitete ihren Be⸗ ſuch durch den Park. Indem ſie gingen, bot der Magiſter einen Arm Emma und den andern ſeiner Schweſter, welche jedoch— da ſie die zahlreichen Kleidungsſtücke zu tragen hatte — vorzog, allein zu gehen. So gingen ſie langſam an einer Ecke vorüber, hinter welcher Fridolf ſtand und durch die Zweige lugte. Noch beſchäftigte die Urmarmung, die er kürzlich erſt geſehen, ſein aufgeregtes Gemüth, und nun ſah er Emma an dem Arm ſeines Nebenbuhlers. Armer Fridolf! Nur wer die Qualen der Eiferſucht kennt, vermag ſich vorzuſtellen, was er litt.
Am Ausgang des Parks verließ Emma ihre Freundin und deren Bruder und kehrte langſam nach ihrer Wohnung zurück. Fridolf, der ſie von weitem erblickte, machte einen Umweg, um ihr nicht zu begegnen. Er lief in der finſterſten Laune in den ſchönen gewölbten Gängen des Parkes hin und her, vergaß den Inſpector, das Comptoir und die Fluth von Vorwürfen, die er wegen ſeines Außenbleibens zu erwarten hatte, und dachte nicht einmal an einen Vorwand, womit er daſſelbe be⸗ mänteln konnte. Dagegen ſuchte er nach einem Vorwand, um von den beiden Johannisfeſtlichkeiten wegzubleiben, da er ſich nicht in der Laune fühlte, an ſolchen geräuſchvollen Feſt⸗ lichkeiten Theil zu nehmen.


