thet.“—„Wenn er auch unverheirathet wäre⸗⸗— verſetzte Emilie—„den will ich gewiß nicht haben. Er kann doch aber nicht Zeitlebens Comminiſter bleiben; ich hoffe vielmehr, er wird bald ein Paſtorat erhalten und dann— wenn der Magiſter Aus Comminiſter würde! Weißt Du wohl, Emma, ihn oder keinen Andern will ich zum Manne haben. Das habe ich auch dem Papa ſchon geſagt.— Geſtern rief mich der Papa nämlich in ſeine Stube, damit ich ihm den Kragen in Ordnung bringen ſollte, denn ich bin allemal diejenige, die ihm helfen muß, und(unter uns geſagt) ſein Goldtöchterchen. Nun, da paßte ich die Gelegenheit ab und ſagte:—„Ach, wer doch auch ſo glücklich wie Guſtava wäre und am Johan⸗ nisvorabend verlobt würde!— Der Papa lachte.—„Darf ich denn nicht auch heirathen, Papa?— fragte ich ihn. Er ſah mich erſtaunt an.—„Ei ja, gewiß darfſt Due— ſprach er dann—„wenn Du nur erſt einen ehrenwerthen paſſenden Bräutigam haſt.“—„O, den hätte ich wohl!“— meinte ich.— „So!”“— ſagte er—„das iſt mir wirklich eine Ueberraſchung. Habe ich denn die Ehre, den Herrn Bräutigam zu kennen?“— „O ja wohl, Papa; es iſt kein Anderer, als der Magiſter A⸗*.“ —„Der Magiſter A⸗*? Raſeſt Du?“— fragte er.— „Nein, nein; es iſt mein voller Ernſt, ich will nie einen an⸗ dern Mann haben, als ihn.—„Du willſt alſo einen armen Hülfsprediger heirathen?“—„Ein armer Hülfsprediger kann bald Comminiſter werden, lieber Papa, beſonders wenn der Magiſter Ars Comminiſter hier am Hammerwerk wird anſtatt des jetzigen Comminiſters; denn der letztere muß doch nun bald Pfarrer werden.“—„Es iſt ungewiß“— ſagte der Papa—„ob Ars Comminiſter oder ſonſt Etwas oder über⸗ haupt mehr, als er jetzt iſt, werden wird. Ein junger Mann von fünfundzwanzig Jahren, der erſt ſeit anderthalb Jahren Hülfsprediger iſt, muß ſehr unbeſonnen ſein, wenn er einem kindiſchen Mädchen die Idee in den Kopf ſetzt, daß er verliebt
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