——õ.
die er gewiß meiſterhaft durchführen wird. Er will als alter Hofjunker aus Guſtavs des Dritten Zeit mit Krauſe und Manſchetten, mit Puder und Pomade gehen— ich höre und ſehe Dich ſchon im Voraus, Wilhelm.“—„Ja, gewiß hörſt
und ſiehſt Du mich“— erwiederte ihr Bruder.—„Ach ja, aber als Hofjunker— wiederholte die unaufhörlich ſchwatzende Emilie.—„Alſo nun weißt Du, Emma, daß es entſchieden
iſt, wie Alle ſich kleiden werden; einige Coſtüms haben wir ſchon aus früherer Zeit her, mehrere haben wir in der Stadt gemiethet und etliche flicken wir ſelbſt uns zuſammen. Wenn Du Dir nur denken könnteſt, welcher Lärm und Tumult in unſerm Hauſe herrſcht. Alle Stuben ſehen wie Kleiderſchränke aus, ſo daß der Papa nicht weiß, wohin er ſich ſetzen ſoll, wenn er in ein Zimmer tritt. Die Mama bittet Gott, daß er ihr das Gehör erhalten möge, denn Alle ſchreien auf ſie los:—„Wir brauchen rothe Seide, grüne Seide, Golddraht, Chenille!— Liebe Mama, gute Tante, beſte Frau Pfarrerin, leihen Sie mir ein wenig alten weißen Flor, mir ein paar
Schuhſchnallen, mir einen Fächer“ u. ſ. w.— Und die arme
Mama, welche die Güte ſelbſt iſt, hat nur immer herumzulau⸗ fen und Sachen zuſammen zu ſuchen— und obwohl ſie ein großes Magazin von ſolchen alten Sachen hat, ſo will es doch nicht ausreichen.— Weißt Du übrigens, Emma, daß auch ſogar die kleine Alfonſine ihr Koſtüm bekommt?— Sie wird als Genius mit kleinen Flügeln gekleidet. Die Flügel hat mein zukünftiger Schwager zu machen verſprochen; er verſteht ſich darauf, wie er ſagt, Gott gebe nur, daß der Herr Schwager ſelbſt nicht etwa Flügel hat; wehe ſonſt der armen Guſtava! dann flatterte er wohl nach etlichen Jahren von ihr fort und buhlte um andere Blumen. Es geht eine Sage hier zu Lande, daß die Männer in Stockholm ihren Weibern nicht länger als ein Jahr treu ſind; manche ſagen ſogar, nur einen Monat oder eine Woche. Aber das mag wohl blos Malice ſein.
—— er ½„———.—S Hß—,


