der Pfarre— Alles vereinigte ſich, ihr dieſen Vormittag zu einem der längſten und unangenehmſten zu machen, den ſie je⸗
mals erlebt hatte. Der Mittag kam. Der alte Hilbert war zornig und 5 8 zankte ſeine Frau aus, weil ſie vergeſſen hatte, Etwas zu dns thun, das er ihr am Vormittag aufgetragen hatte. Die In⸗ P ſpectorin weinte, und Emma's Augen wurden ebenfalls feucht, 3 als ſie die Betrübniß ihrer Mutter ſah. Als das Mittag⸗ Sn eſſen vorüber war, folgte Emma ihrer Mutter in deren Schlaf⸗ wiütr zimmer, welches den gewöhnlichen Wohnzimmern fern lag. In dieſes pflegte ſich Frau Hilbert ſtets zu verſchließen, wenn ſie jein betrübt war. Getröſtet durch die Theilnahme und durch die ein zärtlichen Liebkoſungen der Tochter, hörte ſie jedoch bald auf Ena zu weinen.—„Gott ſegne Dich, mein gutes Kind“— ſprach Und ſie und drückte Emma an ihr Herz.—„Gott mache Dich ſo darn glücklich, wie ich wünſche, und laſſe Dich nie erfahren, was ich ¹ unge ſo viele Jahre hindurch erfahren habe.— 1 ſ chln Da nahm Emma Gelegenheit, ihre Mutter um Beiſtand Maor zu bitten und ſie anzuflehen, ihre Tochter von dem Unglück der zu retten, Fridolfs Gattin zu werden, wenn derſelbe auf ſei die 2 nem Vorſatz behgrren und ſich auf das Verſprechen ihres Va⸗ den ters ſtützen ſollte. er u Die Mutter verſprach, Alles, was in ihren Kräften ſtand, d zu thun, um ihren Mann zu überreden, von dem gefaßten freute Entſchluſſe abzuſtehen; allein ſie erwartete keinen großen Er⸗ ſie fü folg davon, denn wenn ſich ihr Mann einmal Etwas vorge⸗ ben nommen hatte, ſo ließ er ſich ſelten oder nie wieder davon ab⸗ 1 bringen. Selten war er bei ſo guter Laune, daß ſeine Frau Eifer ihm nur eine Einwendung zu machen wagte; und that ſie dies, die g. ſo wurde ſie gewiß nicht beachtet. aℳ ſt Am Abend dieſes Tages ging Emma im Park unweit ih ſchift rer elterlichen Wohnung ſpazieren; da ſand ſie in den Staum Arg
einer Linde den Namen Emma⸗ eingeſchnitten. In der
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