Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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9.

Kleider von dem Magiſter Ars, der mit ihm von gleicher Größe war, aufdrungen. Dann eilte der Graf, ſo ſchnell er konnte, durch den Pfarrgarten und begab ſich auf den Heimweg, ohne Abſchied von den Damen zu nehmen. Denn er wollte allen weiteren Dankſagungen entgehen.

Wie ſtieg durch ſeine muthige menſchenfreundliche That in Emma's Augen ſein Werth! Wie groß war ihr Genuß, ſein Lob von der ganzen Familie preiſen zu hören! Glücklich war ſie den ganzen Nachmittag hindurch in ſeiner Geſellſchaft ge⸗ weſen; und glücklich in der Erinnerung an ihn, begab ſie ſich zur Ruhe und träumte von ihm.

Unterdeſſen war im gräflichen Schloſſe, ſeitdem man Eduard vermißt und mehrere Stunden vergebens nach ihm geſucht hatte, eine entſetzliche Unruhe entſtanden. Niemand hatte die geringſte Ahnung davon, wohin der Graf den Weg genommen hatte; vergebens wurde überall in dem Bezirke des Hammer⸗ werks nach ihm gefragt. Die Gräfin war ganz untröſtlich als der Abend anbrach, ohne daß ihr Sohn zurückkehrte; und als Mitternacht vorüber war, ohne daß Jemand etwas über den jungen Grafen gehört hatte, gerieth ſie in Verzweiflung. Eine Menge Menſchen waren ausgeſchickt, um nach Eduard zu ſtreifen; Boten wurden zu allen Honoratioren der Nach⸗

barſchaft, welche Eduard zu beſuchen pflegte— natürlich auch

zu der Pfarrerfamilie geſandt; aber bei der letztern antworte⸗ ten die Dienſtleute, die Herrſchaft wäre nicht daheim. Von Eduard wußten ſie Nichts, denn Niemand von ihnen hatte den⸗ ſelben kommen oder die Geſellſchaft in die Schaluppe ſteigen ſehen.

Endlich kam der Vermißte heim. Welche Freude! Die Grafin fiel ihm an die Bruſt und weinte, ohne ein Wort ſprechen