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ſogleich zu finden; nach einigen Sekunden tauchte er mit dem Kind im Arme empor und Friedrich folgte ihm gleich darauf nach.
Die Pfarrerin war ohnmächtig niedergeſunken, als ſie in einem und demſelben Augenblick zwei ihrer Kinder in der Tiefe des See's ſah. Man kann ſich denken, welcher Jammer in dieſem Augenblick auf der Inſel herrſchte und wie ſich derſelbe ſchnell in Freude umwandelte, als man das Kind und die bei⸗ den muthigen Schwimmer gerettet am Ufer erblickte. Man bemühte ſich zunächſt, die Pfarrerin ins Leben zurückzurufen; und als ſie endlich die Augen öffnete, legte man ihr das ge⸗ rettete Kind in die Arme und ſagte ihr, daß ſie dem Grafen für die Rettung deſſelben zu danken habe. Mit einem Gefühl, das nur eine Mutter zu faſſen vermag, drückte ſie das ge⸗ rettete Kind an ihr Herz und ſank damit zu Eduards Füßen, indem ſie die Hand gen Himmel hob und nur die Worte ſprach:—„Dort Ihre Belohnung!“— CEduard hob ſie empor und theilte ihr mit, daß Friedrich gleichen Antheil an Alfonſine’s Rettung habe und er ſelbſt nur mehr vom Glück begünſtigt worden ſei. Da fiel die Pfarrerin ihren Sohn weinend um den Hals.
Die kleine Alfonſine weinte ohne Aufhören, denn der Schreck hatte ſie ſehr erſchüttert und Wilhelm fürchtete, daß dem kal⸗ ten Bad eine Krankheit folgen könnte. Man wickelte das Kind in einen Mantel und beſchleunigte den Heimweg, ſo ſehr man konnte, weil Jeder der Anweſenden nach dem heftigen Schreck das Bedürfniß nach Ruhe fühlte. Aber noch dauerte es lange, ehe Eduard zu ſeinen Eltern zurückkehren konnte, denn ſeine Kleider waren ganz durchnäßt und die Pfarrerin fürchtete ſo⸗ wohl für ſeine, als für ihres Sohnes Geſundheit; enn die Nacht war kühl und das Waſſer ungewöhnlich kalt.
Sobald man in das Pfarrhaus gekommen war, eilten die
Herren mit Eduard auf ihr Zimmer, wo ſie dem Letzteren †


