Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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I⸗ ſtimmte. Endlich war Mitternacht nahe, da bemerkte die Pfar⸗ den rerin, um den vergeßlichen Eduard mit Höflichkeit an ſeine tzte Pflicht zu erinnern!—„Aber die Frau Gräfin iſt wohl da⸗ tet, von unterrichtet, daß wir heute die Ehre haben, den Herrn ui⸗ Grafen bei uns zu ſehen?“—„Nein, mein Gott, das weiß hen ſie nicht!“— rief Eduard wie aus einem Traum erwachend, elm—„ich habe keinem Menſchen geſagt, wohin ich ging und in Niemand hat mich aus dem Hauſe weggehen ſehen. Ach, meine ing, arme Mama, ſie wird gewiß recht unruhig um meinetwillen and. ſein! Dank, gute Frau Paſtorin, daß Sie mich daran erin⸗ znen nert haben— o, laſſen Sie uns zurückeilen.“— Kaum hatte dann 4 er ausgeſprochen, ſo ſprang er in eine der beiden Schaluppen. ſie Die kleine Alfonſine, der Pfarrerin jüngſtes Kind, ſieben Jahr eten⸗ alt, lief in dieſem Augenblick noch auf der Inſel herum und die pflückte Blumen. Eduard war ein großer Kinderfreund und war 3 liebte vorzugsweiſe dieſes Kind, das ungewöhnlich ſchön, klug nſten und liebenswürdig war. So oft er in der Pfarre war, be⸗ in im ſchäftigte er ſich mit Alfonſine, ſchenkte ihr Bilder und Spiel⸗ den zeug und feſſelte dadurch das Kind ungemein an ſich. Es liebte aber den Grafen über alle Beſchreibung und jubelte ihm laut ent⸗ glück⸗ gegen, ſo oft es ihn von Weitem erblickte. Kaum ſah es jetzt , als den Grafen in die Schaluppe ſpringen, ſo rief es:—„Warte, arrer Graf, ich komme auch mit!“— und eilte ihm mit ausge⸗

enden ſtreckten Armen und fliegenden Locken nach. Aber in ſeiner te— Haſt trat das Kind fehl und ſtürzte in den See. Mit lau⸗ e mit tem Geſchrei eilten Alle ans Ufer und Friedrich, der ein guter r die Schwimmer war, ſprang ſogleich in den See, um ſeine kleine tigen, † Schweſter, den Liebling der ganzen Familie, zu retten. Aber ihren Eduard war ihm ſchon zuvorgekommen und mit der Schnel⸗ Meh⸗ ligkeit eines Pfeiles ins Waſſer geſprungen. Das Kind war⸗ n ſie, ſogleich auf den Grund des zum Glück nicht allzutiefen— jemge, See's geſunken, Eduard und Friedrich tauchten Beide unter Inſe das Waſſer, und der Erſtere war glücklich genug, das Kind