Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Etwas beruhigter durch die Worte des Greiſes eilte Fri⸗ dolf auf ſein Zimmer und blieb daſelbſt bis zum folgenden Morgen, ohne hinunter zu gehen und zu Abend zu eſſen. Gegen neun Uhr kam Friedrich Rosman zu ihm, um ſich nach ſeinem Befinden zu erkundigen, entfernte ſich aber ſehr bald wieder, um Henriette zu beruhigen, als ihm Fridolf ver⸗ ſicherte, daß er ſich weit beſſer befände. Doch nahm ſich Fri⸗ dolf vor, künftig vernünftiger zu ſein und ſeiner Heftigkeit Zügel anzulegen.

Endlich hatte denn die geſchäftige Fama auch Eduard da⸗ von unterrichtet, daß Emma die ganze Woche im Pfarrhauſe zubringen würde. Jeden Tag ſuchte er nun eine Gelegen⸗ heit, ſich unbemerkt und ſo daß Niemand von ſeinen Um⸗ gebungen etwas davon erfuhr, in das Pfarrhaus zu ſchleichen, aber jeden Tag wurde er daran gehindert, weil ihn ſeine El⸗ tern keine Stunde von der Seite des Baron Ker und deſſen bleiben beabſichtigten— wegließen. Erſt am Freitag Nach⸗ mittag ſah ſich Eduard einmal allein und benutzte die Zeit, um einen Spaziergang zu machen und dabei die Pfarre zu be⸗ ſuchen, in der er jedoch keineswegs lange zu verweilen gedachte.

Als er ins Pfarrhaus kam, wurde er mit allgemeiner Freude empfangen und dringend gebeten, den ganzen Nachmit⸗ tag dazubleiben. Er dankte dafür und machte die Unmöglich⸗ keit eines längeren Verweilens bemerklich, indem er verſicherte, daß er Niemand im Schloſſe geſagt, wohin er ſeinen Weg ge⸗ nommen hätte. Aber doch zögerte er gern und unterhielt ſich angelegentlich mit der fröhlichen Jugend; zehn Mal ergriff er ſeinen Hut, und zehn Mal legte er denſelben wieder weg. Ein einziger Blick auf Emma hielt ihn endlich feſt und er beſchloß, dazubleiben. Um den Grafen zu ergötzen, ſchlug die Pfar⸗

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Emma'’s Herz. I.