ſchien d ihm Fridolf
zamilie n war, Wal⸗ wilde m und genblick enga⸗ ten un⸗ elm, er nd Cla⸗ ſie in Tanzes. eine Ei⸗ er ſeine t Jenny Jenny nzte, wie auf ihn, ar nicht horchte, lich ver⸗ lbefinden e Entfer⸗ u wollten fortlaſ⸗ Uebel zu zu bös⸗
aſſerℳ 4
143
Natürlicher Weiſe hörte nun jede Luſtbarkeit auf und Alle drängten ſich um den kranken Fridolf. Auch die gutherzige Emma bewies ihm viel Theilnahme. Als ſie ſeine Bläſſe gewahrte, vergaß ſie ſogleich ihren Widerwillen und redete ihn mit dem zärtlichen gefühlvollen Blick und der ſüßen Stimme an, wodurch ſie ſo unwiderſtehlich war. Als er auf ihre Fra⸗ gen über heftigen Kopfſchmerz klagte, ſtrich ſie ihm kölniſches Waſſer an die Schläfe und wetteiferte mit Henrietten in ſchweſterlicher Sorgſamkeit. In einer ruhigeren Gemüthsſtim⸗ mung würde dieſes Benehmen Emma's Fridolf entzückt ha⸗ ben; er würde ſich eingebildet haben, daß er durch ſeine an⸗ genommene Kälte die bisher unerweichliche Emma beſiegt habe; allein jetzt in ſeiner fixen Idee, daß ihr Wilhelm Alles gelte, jetzt während in Folge dieſer Idee die wüthendſte Eiferſucht in ſeinem Innern raſte, jetzt hielt er die Theilnahme des arg⸗ loſen Mädchens für bloße Verſtellung. Es war ihm nicht möglich, länger dazubleiben; er riß ſich faſt mit Gewalt aus dem theilnehmenden Kreiſe, eilte hinaus und befand ſich bald in ziemlicher Entfernung von dem Pfarrhauſe.
Soviel hatte aber ſeine erheuchelte Krankheit doch gewirkt, daß ſie die heitere Stimmung des geſelligen Kreiſes zerſtört hatte. Henriette weinte bitterlich, denn ſie liebte ihren Bru⸗ der innig; ſie fürchtete, daß Fridolf ſchlimm erkranken möchte, und beruhigte ſich nicht eher, als bis ihr Friedrich verſprach, Fridolf noch an demſelben Abend zu beſuchen und ihr zuver⸗ läſſige Nachricht von ſeinem Befinden zu bringen. Jenny wurde an dieſem Abend nicht wieder geſehen; ſie ſaß einſam in einer entlegenen Kammer und weinte bitterlich darüber, daß Fridolf ſo krank war.
Auch Wilhelm war verſtimmt.—„Wie glücklich iſt doch Fridolf“— flüſterte er mit gerunzelter Stirn Emma zu—
„wie glücklich iſt doch Fridolf, daß er der Gegenſtand Eurer lichen Fürſorge iſt. Wie gern wollte ich krank ſein, um


