Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Pfarrer mit einem Adjunct gar wohl zufrieden ſein könnte.

Und der ſogenannte Magiſter Rosman, der blödſichtige Wil⸗ helm mit der Brille auf der Naſe, iſt er wohl zu gut dazu, mit ſeinen jüngern Brüdern zu leſen?— Und dann der No⸗ tarius— aber der ſoll blos um ſeine Braut herumſchwän⸗ zeln. Ja, gewiß und wahrhaftig, das Rosmanſche Haus iſt ein angenehmes Haus, aber man verſteht nichts von Haus⸗ haltung darin, obwohl man die Pfarrerin hier am Orte als eine ausgezeichnete Hauswirthin ausſchreit, ſo daß ſogar Groß⸗ händlersfrauen aus Stockholm ihre Töchter zu ihr ſchicken, um von ihr kochen zu lernen. Das beweiſet ja, daß man in Stockholm Nichts davon verſteht. Ich habe ſonſt Nichts ge⸗ gen die Pfarrerin, außer daß ſie ihre Mädchen ſo viel herum⸗ fliegen und dem Vergnügen leben läßt; und nun wollen ſie die arme Emma ebenfalls verwirrt machen. Ich bin ganz ärgerlich darüber, daß ich ihr ſo viel Rühmliches von dieſer Familie geſagt habe; aber ich habe es freilich nicht in der Ab⸗ ſicht geſagt, daß ſie Tag und Nacht dortliegen ſoll. Es wäre wohl beſſer, daß ſie daheim bliebe und mir armen alten Frau beiſtünde; und meine Schweſter ſollte ſie tüchtig zur Arbeit anhalten— oder wenn ſie es nicht verſteht, ſo ſollte es mein Schwager thun, er iſt Herr im Hauſe und brummt ja ſonſt im⸗ mer, wenn es nicht nöthig iſt. Er ſollte ihr ſagen:—„„Du hältſt Dich hübſch daheim, Mädchen, und hilfſt Deiner Mutter und ſtehſt Deiner alten Tante bei, die jetzt kraftlos zu werden beginnt.“⸗— Nein, aber davon wiſſen ſie nichts; ſie denken,

ich habe Zeit genug, mich für das Bischen Eſſen, das ich bekomme,

herumzuſchinden und wie ein Bär zu arbeiten. Na, na, wenn ich einmal„incrapabel’ geworden bin, werden ſie wohl ſehen,

wer dann Schweſter Lotten helfen ſoll; denn von der Kuchter können ſie nie Nutzen erwarten, das ſehe ich ſchon im Geiſte.— 6

SDe alte Dame ſprach enfangs nur hanenuts im Eifer