Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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und zu nähen und wollten deshalb jede freie Stunde be⸗ nutzen, um an der Ausſtattung ihrer Schweſter zu arbeiten. Die kürzlich aus Stockholm zurückgekehrte Emma ſollte ihnen dabei mit ihrer Geſchicklichkeit und ihrem Geſchmack an die Hand gehen.

Emma verſprach zurückzubleiben, falls ſie die Erlaubniß ihrer Eltern dazu erhalten würde. Drauf begann ein eifri⸗ ger Toilettenrath über verſchiedene neue Kleidungsſtücke, die zur Verlobung angeſchafft werden ſollten; dann wurde über Hohlnäthe und Steppnähte geſprochen. line, die vierte Tochter des Hauſes, welche ſich während des Winters in Norrköping in Penſion befand, brachte ihr Mo⸗ delltuch herbei, um die ſchönſten Muſter auf demſelben aus⸗ ſuchen zu laſſen. Gleichzeitig ſtürzten aber die ſämmtlichen

Herren des Hauſes— Friedrich an der Spitze— in's Zim⸗ mer, klagten die Mädchen des Sabbathbruches an und ent⸗ riſſen ihnen das Modelltuch. Vergebens betheuerten die An⸗ geſchuldigten, daß ſie keinen Stich genäht hätten; man wollte ihnen nicht glauben und nöthigte ſie, das Zimmer zu ver⸗ laſſen und mit ihnen ins Freie zu gehen.

In dieſem Augenblicke kamen mehrere Fremde; Hohlſaum, Steppſaum und alle andere Arbeiten wurden bald von den Mädchen vergeſſen, die eifrig Ballſchlag und Springſpiel be⸗ gannen, wobei ihnen der Pfarrer und die Pfarrerin nebſt etlichen andern älteren Perſonen mit Vergnügen von den Bänken im Vorhauſe zuſahen.

Zwei der Mädchen waren jedoch mehr betrübt, als fröh⸗ lich. Emma, die mit Unruhe an den Zorn ihres Vaters dachte, wenn er die abſchlägliche Antwort erfahren würde,

welche ſie Fridolf gegeben hatte, und die funfzehnjährige blauen Augen Thränen ſdan⸗

Jenny Rosman, in deren klaren den, weil Fridolf heute nicht in der Pfarre erſchienen wor Albert, der Jenny mehr als ſeine übrigen Schwterl

Die zwölfjährige Eve⸗.

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