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ſchön zu ſein, und von gewandtem feinen Benehmen. Er war ſehr reich und hatte Hoffnung, mit der Zeit noch mehrere vermögende Verwandte zu beerben; es war alſo eine ſehr an⸗ nehmliche Parthie für Guſtava.
*r beabſichtigte eben eine Reiſe nach Kopenhagen und
hatte einen Umweg über B gemacht, um endlich ſeines Glückes gewiß zu werden, nachdem er lange genug in Unge⸗ wißheit geſchwebt hatte. Am Donnerſtag war er angekommen iud hatte am Sonnabend wieder abreiſen wollen, ſich aber überreden laſſen, bis zum Sonntag Morgens zurückzubleiben, damit ihn die ganze Familie— denn der Pfarrer predigte un dieſem Tage in Ex*n, einem Filial B**s— ein Stück Weges begleiten könnte. So geſchah es auch, und deshalb hatte Emma Niemand von der Familie des Pfarrers in der Kirche geſehen. Einige Tage vor dem Johannisfeſt wurde der Bräutigam auf längere Zeit in Ber erwartet; im Herbſt ſollte dann die Hochzeit gefeiert werden und Clara Dr die Neuvermählten bei ihrer Abreiſe nach Stockholm begleiten.
Emma wünſchte der guten Guſtava mit aufrichtiger Theil⸗ nahme Glück, dachte aber mit Wehmuth daran, daß ſie im bevorſtehenden Winter dieſelbe nicht mehr in ihrem geſelligen Kreiſe ſehen würde. Und die Eltern und Geſchwiſter? Alle freuten ſich herzlich über die nach ihrer Vorausſicht vortheil⸗ hafte Parthie Guſtava's, trauerten aber auch zugleich, daß dieſelbe ſo weit von ihren Angehörigen fort mußte.
Emma wurde mit Bitten beſtürmt, Abends nicht mit ihren Eltern nach Hauſe zu fahren, ſondern einige Tage in der Pfarre zu bleiben und an Guſtava's Ausſtattung mit zu hel⸗ fen. Es ſchiene zwar ziemlich zeitig, noch vor der Verlobung an die Ausſtattung zu denken— meinten die Mädchen— de der kurze Sommer ginge gar zu ſchnell vorüber; ſie hät⸗
*eſrenzußerdem für die übrigen Familienglieder viel zu weben


