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entſtanden, daß man ſich kaum einen Begriff davon machen kann. Und zwar war Eduard der Urheber dieſes Lärms und Emma die unſchuldige Urſache deſſelben.
Eduard ſaß nämlich oben in ſeinem nach der Seeſeite zu gelegnen Zimmer und hatte keine Ahnung davon, daß Emma eben bei ſeinen Eltern war. Als aber Emma den Rückweg autrat, kam ſein Bedienter Guſtav eilig in ſein Zimmer und
rief:—„O, wenn der Herr Graf gewußt hätten, welch' eine ſchöne Dame bei der Frau Gräfin war, ſo würden Sie nicht ſo ruhig hier geſeſſen und geleſen haben.“—„Was küm⸗ mern mich die ſchönen Damen,“— verſetzte Eduard ver drüßlich über den Bedienten, der ihn ſo vorlaut im Leſen ge⸗ ſtört hatte.—„Ah,“ rief der Diener—„es beliebt dem
Herrn Grafen ſo zu ſprechen; aber— ein ſo ſchönes Mäd⸗ chen wie das, welches ich meine, ſieht man nicht alle Tage;
das kann icewerſichern.“—„So? Du wirſt Dich wohl auch recht auf ſchöne Mädchen verſtehen,“— verſetzte Eduard kächelnd.—„Du biſt ja noch ein Knabe.—„Bewahre Gott, Herr Graf,“— entgegnete Guſtav—„ich habe doch
ebenfalls Augen im Kopfe; und ſo viel kann ich ſagen, wenn es viel ſolche ſchöne Mamſells giebt, ſo müſſen viele Herren
nicht recht klug ſein.— Eduard brach in lautes Lachen aus
und fragte:—„Nun, wer iſt denn die Schönheit, die Dir den Kopf verdreht hat, obwohl Du kein Herr biſt?“—„Es war die Tochter des Inſpectors, die kürzlich von Stockholm zurückgekommen iſt,“— bemerkte Guſtav.
„Sie iſt hier geweſen?“— rief Eduard beſtürzt. „Ja, ſie ging ſo eben wieder fort,“— erwiederte der Diener. —„»Konnteſt Du das nicht ſogleich ſagen, Du dummer Teu⸗ fel?“— rief Eduard zornig. Zugleich ſteckte er die Schreib⸗ feder, mit der er ſich eben einige Worte aufgezeichnet hatte, binter das Ohr, ſtürzte zur Thür hinaus und fragte Guſtav
welchen Weg Mamſell Hilbert genommen hätte.—


