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*. 5 132 aus das Gegentheil ſo beſtimmt behaupten kann; und ich fange an zu argwöhnen, daß ſie ihr Herz bereits verſchenkt hat.t— „Unmöglich,“— entgegnete die Aſſeſſorin—„dann müßte
n⸗ 8 ich es wiſſen, denn für mich hat ſie kein Geheimniß.— „Darin kannſt Du Dich wohl irren“— verſetzte der Aſſeſ⸗ ſor—„Mütter und Tanten ſind in der Regel nicht die Erſten, welche ſolche Dinge erfahren. Ich habe nie eine Caprice an Er⸗ Emma bemerkt; und welchen Grund ſollte ſie ſonſt haben, ſich 1 dem Willen ihres Vaters mit ſolcher Beſtimmtheit zu wider⸗ ſetzen, bevor ſie noch den ihr beſtimmten Bräutigam kennen ge⸗
he lernt und ſich davon, daß er ihrer unwürdig iſt, überzeugt hat. or⸗ Nein, ich bin überzeugt, daß Emma bereits einen Andern liebt, ad⸗ 1 und in dieſem Falle beklage ich ſie.“—
Die gute Aſſeſſorin wußte nicht recht, was ſie glauben ſollte. ſie: Die Vermuthung ihres Gatten fing an, ihr weniger unwahr⸗ pohl ſcheinlich zu werden; aber ſie konnte nicht begreifen, wer Em⸗ nen ma's Herz hätte gewinnen ſollen, ohne daß ſie, die wachſams
Tante, die geringſte Ahnung davon gehabt hätte. Doch be⸗ den ſchloß ſie, Emma ſo viel als möglich auszuforſchen. mit Während dieſer Zeit führten die beiden Mädchen eine nicht it, weniger lebhafte Unterredung. Julie klagte über den bevor⸗ eine— ſtehenden unerſetzlichen Verluſt und verſicherte, daß ſie nicht — wüßte, wie ſie ohne ihre gute Emma würde leben können. Wem ſich ſollte ſie nun die geheimen Gedanken ihres Herzens anver⸗ her, trauen?— Wo ſollte ſie eine Freundin finden, die ihrer Emma po⸗ an Güte, Sanftmuth und Nachſicht mit allen ihren kindiſchen die Fehlern gleichkam?— Doch begriff ſie nicht, warum Emma ſo großen Abſcheu gegen die erwähnte Heirath hegte, denn Ju⸗ uge lie war noch zu kindiſch, um zu verſtehen, was Liebe oder was den eine Ehe ohne Liebe ſei. Sie hielt es für höchſt ergötzlich,
eine Braut zu ſein und mit Geſchenken welche ſie für die pothwendige Folge eines ſolchen Verhältniſſes hielte äber⸗
5 hͤuft zu werden.—„O, wie werden Dich dieſe Sachen kle


