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ihn Dein Vater zu ſeinem Schwiegerſoh ſprach der Aſſeſſor.
Gatten wählen, und keinem Andern angehören. Mein Vater kann mich nicht zwingen, wenn ich ſtandhaft Nein ſage; aber welche Kämpfe, welche herzzerreißenden Zwiſte wird meine Wei⸗ gerung hervorrufen— welche Auftritte bei dem heftigen Ge⸗ müth und dem unbeugſamen Charakter meines Vaters!— Ach, ich bin ſehr, ſehr unglücklich!“—
In dieſem Augenblicke kehrte der Aſſeſſor mit Julien— beide fröhlich und erfriſcht an Geiſt und Körper— vom Spa⸗ ziergang zurück. Julie kam tanzend in das Zimmer und flog lachend in die Arme ihrer Mutter, indem ſie ſich in einen Strom von Ausrufungen über das herrliche Wetter, den ſchö⸗ nen Frühlingswind, die bunten Schmetterlinge, die prächtigen Equipagen und die neuen Hüte, die ſie geſehen hatte, ergoß.
Allein ein Blick auf die betrübte Emma midchts die plau⸗ dernde Julie plötzlich ſtumm; auch der Aſſeſſor, der ihre Thrä⸗ nen ſah, ſtand erſtaunt und fragend. Einige Worte der Aſſeſ⸗ ſorin erklärten jedoch Alles.
Als Julie hörte, daß nun alle Hoffnung verſchwunden war, ihre Freundin, ihre geliebte Emma, länger bei ſich zu behalten, gerieth ſie außer ſich und weinte eben ſo an ihrer Mutter Bruſt, wie ſo eben Emma daſelbſt geweint hatte. Der gute Onkel ſetzte ſich neben Emma und ſuchte ſie zu tröſten.—„Kennſt Du den jungen Tyrell gar nicht?“— fragte er.„Ich glaube mich/zu erinnern, daß ich vor fünf Jahren einen Jüngling die⸗ ſes Namens im Hauſe Deines Vaters geſehen habe.“—
„Ja, er iſt dort in der Gegend geboren,“— erwiederte Emma—„aber ich kann dennoch ſagen, daß ich ihn nicht kenne; denn er iſt ſieben Jahre älter als ich, und von der Zeit an, ſeitdem ich mich ſeiner erinnern kann, war er auf der Akademie zu Upſala und kam nur ſelten nach Hauſe.
„Aber muß ein ſittiger, liebenswürdiger zunge


