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Abermalige Stille... Alma hörte den Schlag ihres eigenen Herzens.
Karl Auguſt legte etwas höher als das Ziel an, ſenkte dann langſam den Stutzer und drückte, als die Mün⸗ dung in der gleichen Höhe mit dem beſtimmten Punkte war, ohne lange zu zielen, ab.
In demſelben Augenblick hörte man einen leiſen Schreiz; es war ein Fre henſchrei, welchen Alma nicht zu unter⸗ drücken vermochte. Das linke Auge war verſchwunden, der Liebesgott war jetzt ganz blind.
Ein ſchallendes, dreimaliges Hurrah erſcholl durch die waldigen Thäler des Ombergs.
Siegbeglückt lag Karl Auguſt zu den Füßen ſeiner Braut.
Unmittelbar in demſelben Augenblick ließ der alte Herr Kemner das ſchützende Taſchentuch vor dem Geſichte fallen und nahm mit herablaſſender Höflichkeit die Glück⸗ wünſche der Umſtehenden entgegen, während er einen wohlgeſpickten Geldbeutel aus der Taſche zog, aus welchem der reiche Mann, ſtolz wie ſein Vater, Großvater und Ürgroßvater geweſen, mit fürſtlicher Freigebigkeit kleine Silbermünzen unter das Volk ausſtreute.
Doch laßt uns den Oberförſter betrachten, wie er jetzt im Angeſicht der ganzen Verſamm lung Almas und Karl Auguſts Hände ineinanderlegt— laßt uns hören, wie er mit gebrochener, aber klarer Stimme, ausruft:„Dieſer junge Mann hat ſich der Beſtimmung zufolge, welche ich getroffen hatte, um mir die ſchwierige Wahl zwiſchen zwei vortrefflichen und achtungswerthen Herren zu erſparen, meiner Tochter Hand erworben. Ich ſchenke ihm alſo aus vollem Herzen das Beſte, das Koſtbarſte, was ich beſitze. Es leben die Verlobten!“
Und wiederum erſcholl ein dreifaches Lebehoch, in welches mächtiger Hörnerklang und der Knall von Cham⸗ pagnerpfröpfen luſtig einſtimmte.
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