worein Erich ſich ſchon vorher verſetzt hatte, nöthig war, damit er ſeine Faſſung behauptete.
Der Oberförſter gab das Zeichen; beinahe ohne zu zielen, ließ Erich krachen und zerſchmettert ſiel der Vogel von der Schnur herab.
Auf Gelächter und Spott folgte jetzt Staunen und Bewunderung. Erich ſelbſt aber ſtand ganz ruhig und gleichgültig da, als könnte er nicht begreifen, wie man mit einer ſolchen Kleinigkeit ſo viel Aufhebens machen möge. Er hielt den Mund an den roſtigen Flintenlauf, um den Rauch herauszublaſen, und vielleicht wäre er noch länger ſo ſtehen geblieben, wenn nicht der Oberförſter ihn beim Arme genommen und zu Alma geführt hätte, aus deren Hand der Alte unter den tiefſten Bücklingen den Pokal empfing.
„Wie war doch das möglich,“ ſagte der Oberförſter, „daß Du alter Saufaus einen ſo kleinen Vogel ſehen konnteſt?“
„Einen?“ antwortete Erich und ſah den Oberförſter verwundert an;„es waren ja wenigſtens ein Dutzend, ſo viel ich ſehen konnte, und ich hielt mitten auf den Haufen.“
„So, ſo,“ lachte der Oberförſter mit einem Blick auf die heitern Zuſchauer,„das erklaͤrt die ganze Sache, meine Herrſchaften.“
Mittlerweile trollte ſich Erich mit dem beneideten Silberpokal in der Hand weiter, indem er ſein altes Lied vor ſich hinleierte:„Geſtern wie heute und heute wie morgen.“
Der Oberföoͤrſter aber wandte ſich mit veränderter Miene und feierlichem Ernſt zu den Zuſchauern und ſagte: „Die Spiele ſind geſchloſſen; jetzt kommt das eigentliche Preisſchießen, meine Herren;“ und ſeine Augen flogen nach dem Platz, wo der Major und Karl Auguſt ſtanden.
Es war als berührte die ganze Verſammlung ein elektriſcher Schlag. Einige fühlten ſich dermaßen ergriffen,
daß Lucienwaſſer und ſogar Hoffmann’'ſche Tropfen noͤthig Unter dieſen Wenigen war Frau Agneta nicht
wurden.


