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„Ja, das verſteht ſich,“ erwiederte der Andere.„Dieſe Leute ſind aber ſo geſchwind in ihren Wendungen, daß ſie wie die Lach sforel len durchſchlüpfen, und überdies können ſie einem die Augen verhexen.“
Das Seil, welches zu dieſen Bemerkungen der ehr⸗ lichen Bauern Anlaß gab, war, wie ſchon geſagt, zwiſchen zwei Bäumen in einer Höhe von zwanzig bis fünfund⸗ zwanzig Fuß aufgeſpannt. Am einen Ende deſſelben hing, und zwar an einem Ringe, welcher durch das Seil lief, ein kleiner hoͤlzerner Vogel und der Schütze mußte dieſen Vogel treffen, während er mit einer Schnur vom einen Ende zum andern gezogen wurde. Dies geſchah ſchnell wie der Blitz, und es bedurfte alſo eines ſcharfen Auges, ſo wie einer geübten, ſicheren Hand, um dieſes flüchtige, bewegliche Ziel nicht zu verfehlen.
Je mehr die Zeit voranſchritt, um ſo größer wurde das Gedränge und die Ungeduld; da vollends der Ober⸗ förſter ein Paar Tonnen Bier zum Beſten gab, ſo geſtaltete ſich die Munterkeit immer lärmender und geräuſch⸗ voller
„Da kommt ja der ch von Faglas!“ rief es von allen Seiten, als ein alter Bauer einhergeſchwankt kam, in einem Takte, welcher deutlich bewies, daß er bereits zu den Seligen gerechnet werden konnte.„Er wird am Ende auch noch mitſchießen wollen, obwohl er in den letzten zwanzig Jahren ſo viel getrunken hat, daß er kaum mehr die Fliege an der Wand ſieht.“
„Geſtern wie heute und heute wie morgen!“ lallte Erich, ohne auf all die Stichelworte zu achten, welche nebſt den Tannenzapfen von Seiten der auf den Baͤumen ſitzenden Jungen über ihn herabhagelten. Das Einzige, was er ſich dabei erlaubte, war, daß er, als die Beſchießung allzu heftig wurde, ſich ſchüttelte und bedachtſam die Büchſe gegen die Unruhſtifter anlegte. Durch dieſe drohende Haltung gelang es ihm alsbald Ruhe herzuſtellen, denn Vater Erich war in einem Zuſtand, daß er ſich um einen Die Braut auf dem Omberg. 15


