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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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hatte es wohlweislich vorgezogen, bis zum morgenden Tag zu Hauſe zu bleiben. Um den morgenden Tag drehten ſich die Gedanken der ganzen Geſellſchaft— deßhalb wollen auch wir mit einem Sprunge zu demſelben übergehen.

Achtundzwanzigſtes Kapitel.

Der 15. Auguſt war gekommen.

Kaum hatten die erſten Sonnenſtrahlen den Scheitel des Ombergs zu bepurpurn angefangen, als der Ober⸗ förſter mit einigen muntern Bauernburſchen auf dem freien Platze unter der oberſten Abtheilung des Berges bereits in voller Arbeit war.

Im Halbkreis waren für die Damen Bänke aufge⸗ ſchlagen, und hinter ihnen war für die Herrn eine Art von ſtehendem Parterre angebracht. Kein einziges Plätzchen, das irgend eine Ausſicht darbot, war dem ideenreichen Kopfe des Feſtgebers entgangen: ſogar zu oberſt auf den Bäumen hatte man Sitzbretter befeſtigt, und unter den⸗ ſelben ſtanden Leitern zum Gebrauche derjenigen, welche kühn genug waren, ſich ſolchen luftigen Bequemlichkeiten anzuvertrauen.

Dem Halbkreis gegenüber, auf der Seite, woder Weg zu den eilf Buchen führt, waren die Scheiben und Ziele angebracht, an deren Aufſtellung der Oberfoͤrſter voll Eifer mit Kopf und Hand arbeitete. Um eines dieſer Ziele, um dasjenige nämlich, welches den in allen Ecken des Landes weit und breit beſprochenen Werbungszwiſt ent⸗ ſcheiden ſollte, wurde eine leichte Bretterwand aufgeführt, und zwar in der Art, daß, ſobald ein zu oberſt ange⸗ brachter eiſerner Hacken losgemacht wurde, ſämmtliche Bretter auf einmal zu Boden fielen und das Ziel frei da ſtand.