folgte ein zweiter auf die Braut, ein dritter auf die beiden Nebenbuhler, ein vierter auf den künftigen Schwiegerpapa. Freude und Munterkeit ſtiegen jetzt ſo hoch in’s Ober⸗ häuschen, daß der Oberfoͤrſter ſogar mit einſtimmigem Beifall die Geſundheit ſeiner kleinen Drachin, ſeiner lieben, holden, entzückenden Neta vorſchlug, als derjenigen Perſon, auf welcher die ganze Laſt der Vorbereitungen hauptſaͤch⸗ lich ruhen würde, und halb böſe, halb geſchmeichelt, that Fräulein Neta auf die ihr zu Füßen gelegte Huldigung mit einem vollen Glaſe Beſcheid.
Zuletzt aber ſagte der Oberförſter:„Noch ein Wort, meine Herrn. Damit keine Stoͤrung vorkommen kann, mache ich den Vorſchlag, daß die beiden Nebenbuhler ihre Schießübungen zu Hauſe vornehmen und vor dem Feſttag ſich nicht mehr auf dem Omberg ſehen laſſen. Sie aber, Herr Hüttenbeſitzer, erſuche ich, auch Ihre Eltern einladen zu wollen, und ich hoffe, daß ſie mir die Ehre erweiſen werden.“
„Zugeſtanden,“ ſagte der Major.
„Gleichfalls!“ ſtimmte Karl Auguſt ein,„und mit Dank nehme ich im Namen meiner Eltern die freundliche Einladung an.“
„Somit iſt die Sitzung aufgehoben!“ ſagte der Ober⸗ förſter, indem er den Stuhl vom Tiſche rückte.„Nach dem Kaffe wollen wir in den Park hinaufgehen und einen paſſenden Platz aufſuchen,“
Während dieſes Spaziergangs fand das junge Paar einige Minuten, aber auch nicht mehr, um ſich die gegen⸗ ſeitigen Wünſche zuzuflüſtern.


