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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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darum handelt, meine Tochter zu gewinnen; denn wer hiezu ein Mittel ſcheut, der verdient ſie nicht. He, he, Du kleine Here, zerreiß mir nur meinen Rockſchoß nicht, das hilft Dir in allen Fällen nichts, denn ich bin kein Freund von abgebrochenen Sätzen: Alſo, wer nicht Alles thun will, um eine ſolche Braut zu gewinnen, der iſt ihrer nicht werth. Dies mein letztes Wort!“

„Aber bedenken Sie doch, Herr Oberförſter, es handelt ſich hier nicht blos um ein Gewinnen, ſondern auch um ein Verlieren.“

„Ja, wenn das Eine nicht geſchieht, ſo pflegt das Andere einzutreten,“ erwiederte der Oberförſter mit ſpötti⸗ ſchem Lächeln.„Aber was ſagſt Du dazu, Major? Bleibſt Du bei Deiner früheren Erklärung?“

„Ja,“ antwortete der Major;„da Dein empfindliches Ehrgefühl ſich mit keiner andern Art von Entſcheidung begnügen will, ſo kann es mir nicht einfallen mich im Mindeſten zu bedenken.“

„Und Du, Alma, was ſagſt Du?“

„Ich ſage, daß ich mit dem höchſten Vertrauen auf einen glücklichen Ausgang Deinen Plan annehme. Der Herr Major iſt ein ſehr gewandter Schütze, das weiß ich — aber ich zweifle auch nicht an Kemners Geſchicklich⸗ keit— ich verlaſſe mich darauf,“ fügte ſie mit einem Blick auf Karl Auguſt hinzu, deſſen Herz von Stolz und Freude ſchwoll.

„Nun, gut, ſo ſei es denn!“ rief er.„Ich will dieſe ganze Zeit mit Schießen zubringen: vom Morgen bis zum Abend will ich ſchießen— mit Gottes Hilfe und den guten Wünſchen einer jungen Dame, wird es mir wohl gelingen.“

„Spare jedes ſeine Hoffnungen für ſich!“ ſagte der Oberförſter.„Inzwiſchen aber, bis dieſelben ſich bewähren, laßt uns jetzt ein Glas auf das Unternehmen ſelbſt leeren, denn ich darf mir wohl ſchmeicheln, daß nicht ein jeder auf dieſen Gedanken gekommen wäre.“

Der Toaſt wurde mit Begeiſterung getrunken, dann