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wärtigen mißlichen Streit um die Hand meiner Tochter Alma zu entſcheiden.“
Hier machte der Oberförſter eine kleine Pauſe und ließ mit ſichtlicher Befriedigung ſeine Blicke von Karl Auguſt auf Alma ſchweifen. Beide ſaßen beinahe unbe⸗ weglich da, während Fräulein Neta, welche die Melone zerſchneiden ſollte, Meſſer, Gabel und Ellbogen ruhen ließ und mit ſtarrer Bewunderung den Oberförſter an⸗ ſchaute.
„Heute über ſechs Wochen als auf den 15. Auguſt,“ fuhr dieſer fort,„lade ich auf den Omberg nicht allein Freunde und Nachbarn von nah und fern, ſondern auch gemeines Volk, um bei dem großen Freiſchießen, das ich veranſtalten will, zugegen zu ſein und nach Belieben an demſelben Theil zu nehmen. Im Anfang findet ein ge⸗ wöhnliches Scheibenſchießen ſtatt, für welches ich einige geringere Preiſe ausſetzen werde; ſpäter aber, meine Herren, ſoll ſich der Scherz in Ernſt verwandeln: da kommt die Reihe an die beiden Nebenbuhler. Derjenige von Euch, meine Herren, welcher das von mir beſtimmte Ziel trifft, gewinnt den höchſten Preis, den ich zu bieten habe— die Hand meiner Tochter.“
War Karl Auguſt während der ganzen Rede des Oberförſters ſtumm geblieben, ſo drängte es ihn jetzt um
—
ſo mehr zu ſprechen.„Um Gotteswillen, mein beſter
Herr Oberförſter, was iſt das für ein unchriſtlicher Gedanke ſeine Tochter auszuſpielen, wie, wie... Doch nein, es iſt nicht möglich— es iſt blos Scherz.“
„Mein Herr,“ rief der Oberförſter, der bereits ſein Glas in der Hand hielt,„ich hatte geglaubt, wir würden
mit allgemeinem Beifall eine fröhliche Geſundheit auf
unſer Vorhaben trinken können, wobei jeder ſeine ſtillen Wünſche für ſich behielte; aber auf Einwendungen war
ich, das muß ich geſtehen, nicht gefaßt. Um die Sache
kurz zu machen, ſo fordere ich Sie hiemit auf, Herr Hüttenbeſitzer, ſich für oder gegen meinen Vorſchlag aus⸗ zuſprechen. Ich geſtatte keine Bedenkzeit, wenn es ſich
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