Druckschrift 
Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

210

„Nun, nun, ſeid jetzt nicht blöde, Kinder— unſer Herrgott hat ja ſchon früher einmal Manna in der Wüſte regnen laſſen.“ Mit dieſen Worten empfing der Oberförſter ſeinen Gaſt und reichte ihm die Hand.

Karl Auguſt trat auf Alma zu. Er war zu auf⸗ geregt, um ein Wort hervorbringen zu können, aber in ſeinen Blicken mochte Beredtſamkeit genug liegen; denn Alma ſchien vollkommen zufrieden mit dieſer Art, Gefühle zu bekunden, welche im gegenwärtigen Augenblick durch keine Worte hätten ausgedruckt werden können.

„Das nenne ich einmal ein ſtummes Geſpräch!“ ſagte der Oberförſter. Aber als er unmittelbar darauf den Kopf hinausſtreckte, um nach dem Major zu ſchauen, da flüſterte Karl Auguſt, indem er einen brennenden Kuß auf Almas Hand drückte:„Iſt wohl das Alles Wirklich⸗ keit, oder bin ich nicht recht bei meinen Sinnen? Dein Vater... Ach, Alma, es wird doch kein entſetzliches Gaukelſpiel ſein?“

„Fürchte nichts! Der geſtrige Tag war unendlich wichtig: mein Vater iſt beſiegt. Wenn Du wüßteſt, wie hart es ihn ankam, auf ſeinen liebſten Wunſch zu ver⸗

19

zichten! Gleichwohl thut er es aus Liebe zu mir— aber

wie oder wann, das werden wir erſt ſpäter erfahren. Doch ſtill, der Major kommt; bitte, ſei freundlich gegen ihn, Du wirſt ſehen, daß er nicht...

Eben jetzt zog der Oberförſter ſeinen Kopf zurück, und bald darauf, als Karl Auguſt und der Major einander ſehr höflich, aber etwas ſteif begrüßt hatten, ſah man Fraͤulein Netas ziegelfarbige Bänder unter der Thüre ſchimmern. Damit war das Signal zum Mittageſſen gegeben. 1 Wenn es den beiden Nebenbuhlern im Anfang auch etwas ſchwer ſiel ſich angenehm neben einander zu befinden, ſo hatte doch kaum das Hühnerfrikaſſee ſeine Runde um den Tiſch gemacht, als der Oberföͤrſter, der ſich in einer wahren Feſttagslaune befand, alle Saiten zur Harmonie ſtimmte. Heiter und unbefangen wurde von allem Moͤg⸗

lichen er be verlar

und Ober

meine erhall Herr geden Vorb ſeine?

meine ſelbſt

habe Freur Weiſe dli 1 rin beru vielm die H wenig Art beſond Kam

Zeit kleine