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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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dieſe gewiß unverhoffte Fügſamkeit von meiner Seite ganz und gar nicht ſo deuten duͤrfen, als werde ich Sie mit offenen Armen empfangen und gehorſamſt erſuchen, Sie möchten doch die Güte haben, mit meiner Tochter vorlieb zu nehmen, obſchon ich von dem Major, der ſich keine Mühe verdrießen ließ, um Ihre Verhältniſſe zu erfahren, recht gut weiß, daß Sie einer geachteten Familie ange⸗ hören und ein reicher, anſtändiger Mann ſind. Kurz und gut, ich gehe mit einem Plane um, durch welchen es vielleicht möglich, merken Sie ſichs wohl, Herr Hütten⸗ beſitzer, möglich wird, daß Sie, doch immerhin ohne ſonderliches Vergnügen von meiner Seite, durch die Fügung des Schickſales, mein Schwiegerſohn werden.“

„Schon das überſteigt meine kühnſten Träume,“ ant⸗ wortete Karl Auguſt mit unverſtellter Freude.„Oh, wie werde ich dieſes Schickſal ſegnen!“

„Daran zweifle ich ganz und gar nicht. Aber mit dem Segnen des Schickſals iſt es noch nicht abgethan. Ein Mädchen wie meine Alma, ein Mädchen, Herr, das mit Schönheit, Herzensgüte und Kopf, ja, Herr, mit Kopf begabt iſt, ein ſolches Mädchen findet man nicht auf der Straße. Man muß ſie verdienen, man muß ſich unter den Augen ſeines Nebenbuhlers in aller Ehre und mit all⸗ gemeinem Beifall ihren Beſitz erkämpfen.“

Karl Auguſt war über dieſe Mittheilung wirklich einigermaßen beſtürzt; aber er hielt ſich blos an einen einzigen Punkt.„Nebenbuhler,“ wiederholte er,„ich glaubte, ich wagte zu hoffen, daß ich ſeit geſtern keinen mehr habe.“

„In dieſem Fall,“ verſetzte der Oberförſter mit ſcha⸗ denfrohem Blicke,„bedaure ich, Sie aus Ihrem Irrthum ziehen und Ihnen mittheilen zu müſſen, daß es ſich ganz und gar nicht ſo verhält, nein, ganz und gar nicht. Unſer hochachtungswerther Major, der immer ein Selave der Forderungen der Ehre iſt, hat meiner Alma allerdings

ihr Wort zurückgegeben; allein dies hat ihn nicht abge⸗ halten, auf mein Zureden hin, heute ſeine Werbung von