Fünfundzw anzigſtes Kapitel.
Am nächſten Morgen nach dieſen Vorfällen im Forſt⸗ hauſe kam Karl Auguſt, der in der Nacht von Hjo her⸗ übergeſegelt war, auf dem Omberg an. Er ſpazierte eine halbe Stunde im koniglichen Parke umher, und beſann ſich eben darauf, wie er dem Oberförſter einen Nachmittags⸗ beſuch machen wolle und alsdann ſeinen Plan wohl am beſten ausführen könne, als er ſich ganz unerwartet dem alten Herrn von Angeſicht zu Angeſicht gegenüber ſah.
„Ei, der Teufel— gehorſamer Diener, Herr Hütten⸗ beſitzer, widerfährt dem Omberg auch wieder einmal die Ehre Ihres Beſuchs.“
„Dießm al,“ antwortete Karl Auguſt mit einer tiefen und ehrfurchtsvollen Verbeugung,„gilt mein Beſuch nicht gerade dem Berge; ich wollte mir eben die Freiheit neh⸗ men, Ihnen in Folge Ihrer eigenen Einladung meine Aufwartung zu machen.“
„Wie ſoll ich das verſtehen?“ rief der Oberförſter, indem er heftig den Kopf zurückwarf und die Pfeife aus dem Mund riß.„Das iſt mehr als ich weiß. Es wäre mir doch ſehr angenehm zu erfahren, wann die Einladung ſtattgefunden hat.“
„An demſelben Tag, wo ich vor einem Jahr das Glück hatte, bei Ihnen zu Mittag zu ſpeiſen. Als wir uns am Gitterthor von einander verabſchiedeten, beliebten Sie zu ſagen: Kommen Sie übers Jahr wieder, dann werden alle Thore des Paradieſes Ihnen offen ſtehen.“
„Ja, beim Teufel, jetzt erinnere ich mich— und da ich einmal zufällig die Einladung erlaſſen habe, ſo iſt es nicht mehr als billig, daß Sie Ihnen zu Gute kommt, obſchon, im Fall wir genauer mit einander rechnen woll⸗ ten, Ihr außerordentlicher Einbruch im Paradies mit ewiger Verbannung beſtraft zu werden verdiente. Doch Scherz bei Seite, ich will Ihnen nur erklären, daß Si
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