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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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Liebenswürdigkeit ihres Weſens von Tag zu Tag mehr Ab⸗ bruch— und das junge, ſchöne, ſittſame, heitere Mädchen verwandelt ſich in ein garſtiges, griesgrämiges, milzſüchti⸗ ges Weib, das weder ſich ſelbſt noch dem Gatten eine heitere Stunde zu bereiten, im Stande iſt.“

„Papa, Papa!“ rief Alma, indem ſie ihr flammen⸗

des Geſicht erhob,„paßt dieſes Bild wirklich auf mich?

geglän Vaters Verzei daß w Irrthu

dem er

— bin ich in der That ein ſo dummes, einfältiges, unge⸗

ſchicktes Weſen?“ „Ganz und gar nicht, mein Kind: Du biſt blos mit⸗

telmäßig begabt und hätteſt Du mich ruhig meine Skizze

vollenden laſſen, ſo würde ich Dir bewieſen haben, daß gerade die Eigenſchaften, welche Du beſitzeſt, im Falle

Deiner Verbindung mit dem Major, einem ruhigen, ge⸗

ſetzten, grundehrlichen Manne, welcher Dich beſtändig auf

den Händen trüge, ſich zu Deinem reinſten und höchſten Glück entwickeln würde, zu einem Glück, das von Dauer

und Beſtand ſein müßte. Bei ſeiner Leidenſchaftsloſigkeit, ſo wie bei ſeiner ſtillen, ſanften Gemüthsart, würde er nie

etwas von Dir begehrt haben, was er nicht gebraucht

hätte, und Du wäͤreſt eines von den wenigen glücklichen Weibern geworden, die in der Ausübung der Pflichten einer

zärtlichen Gattin und Mutter, umgeben von dem Beſten, was das Leben bietet, von Achtung, Liebe und Wohlhaben⸗ heit, jene demüthigende Unterwürfigkeit nicht erfahren, deren Bewußtſein das Grab öffnet, in welches ſchon manche junge Frau ihr Lebensglück hat ſinken ſehen. Und nun, meine

Alma, habe ich Dir alles geſagt. Bedenke, daß Dein Vater, deſſen Blick ſich ſeit Deiner früheſten Kindheit nicht von Dir abgewendet hat, Dich beſſer kennen muß, als Du Dich ſelbſt kennſt— und begreife jetzt, was er gewollt, was er gewünſcht hat: ſieh es ein, daß er keinen heiligeren und ſehnlicheren Wunſch hegen kann, als Dich glücklich zu ſehen.“

Alma konnte einige Minuten lang kein Wort finden. Schon lange hatten ihre Wangen in dunklem Purpur ge⸗ brannt, ihre Augen von einem ſtarken und lebhaften Feuer

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