Druckschrift 
Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

196

„Bruder, Bruder!“ „Bruder, Bruder— der Teufel iſt Dein Bruder und nicht ich, wenn Du ſolche Tollhäuslergeſchichten anſtellſt. Aber werde ich nicht in aller Chren, wie ſich's gebührt, Dein Schwiegervater, ſo iſt es nicht blos mit unſerer al⸗ ten Freundſchaft, ſondern auch mit der Achtung, die ich Dir bisher geſchenkt habe, für immer vorbei. Gehe jetzt, geh, damit ich mich ſammeln kann.“

Der Oberförſter ſtürzte ein Paar Gläſer Wein hinab, rieb ſich die Stirne, warf ſich auf den Sopha, dann aber ſtand er wieder auf und trat mitten in's Zimmer, um hier ſeine Tochter zu erwarten.

Vierundzwanzigſtes Kapitel.

Leiſe öffnete ſich die Thüre und Alma trat über die Schwelle.

Eine durchſichtige Lilienweiße lag auf ihren Wangen. In den zur Erde geſenkten Augen ſtand Verwirrung zu leſen, zugleich aber auch die demüthigſte Bitte um Gnade.

„Komm her, mein Kind,“ ſagte der Oberförſter nicht warm und nicht kalt, aber im Tone tiefer Niedergeſchla⸗ genheit. Alma blickte auf. In ihren Augen glänzten helle Thrä⸗ nen; ſie ſielen eine um die andere auf des Vaters Hand, auf welche die Tochter, tief ſich niederbückend, ihre Lip⸗ pen drückte.

„Ich habe mit Dir zu ſprechen, meine Tochter; aber ich bitte Dich, antworte nicht wie ein Kind, das jeden Augenblick die Ruthe fürchtet, ſondern ſprich offen, wie es einer Tochter geziemt, wenn ſie mit ihrem erſten und

beſten Freunde ſpricht.“ „Oh, Papa, welche Güte!“ ſtammelte Alma, indem

3

ſie über verdient dient h

Oberför kann no zeiht de doch zu mich da

„2 8

mich di brochene deutlich

1

*

71 Verbind Deines wofür i damals

Jo gebunde daß er in freie

7 habe. ſo wie genüber eingega

C

„1 Oberfö! des An

A großes jetzt vo