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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
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nur Freude daran haben willſt: beinahe jeder Gutsherr hat ſeine eigenthümliche Einrichtung, wie man ſie bei ſei⸗ nen Nachbarn nicht findet; wenn Du nun etwas bemerkſt, das wirklich wichtig und merkwürdig iſt, flugs haſt Du Dein Tagbuch bei der Hand und zeichneſt es Dir zum Audeuken auf. Siehſt Du jetzt ein, wozu ein Tagbuch gut iſt?

„Ja, aber dies Alles ſteigert meinen Widerwillen gegen ein ſolches nur um ſo mehr, denn wenn es ſchon unangenehm iſt, ſeine Gefühle feſtgebannt zu ſehen, wie viel unerträglicher muß es dann ſein, ſolche kleinliche Kraͤmerberechnungen vor ſich zu erblicken! Aber ich will ſtatt deſſen von Zeit zu Zeit einen Brief ſchreiben und über alles, was mir begegnet, ſo gut als möglich Rechen⸗ ſchaft ertheilen.“

„Nun, das iſt dankenswerth— beſſer etwas als gar nichts! Verſprich mir jetzt nur, daß Du in Deinen Briefen, welche, wie Du wohl weißſt, Deiner Mutter und mir gleich theuer ſein werden, nicht allzuviel von ſolchen Phan⸗ taſtereien ſprechen willſt, denen ich nun einmal, wie Du ebenfalls weißt, keinen Geſchmack abgewinnen kann.“

„Ich will es verſuchen, lieber Vater. Aber eine be⸗ ſtimmte Zeit laß ich mir nicht vorſchreiben: ich werde ſchreiben, wenn mich die Luſt zum Schreiben anwandelt.“

„Gut, gut! Nun, wohin gedenkſt Du Dich denn zu wenden?“

„Das weiß ich nicht und will es auch nicht wiſſen. Die NRichtung ſoll mein Pferd beſtimmen, ſobald wir ein⸗ mal auf die Landſtraße kommen.“

„Hm, hm!“ brummte der Hüttenbeſitzer!„wenn ich in meiner Jugend auch ſo geweſen wäre.“

„Soll ich Dir nicht auch ein Paar Lockvögel ein⸗ packen,“ lieber Karl Auguſt?“ fragte Frau Agneta zärtlich, als ſie die Kleider ihres Lieblings zurechtlegte.„Vielleicht könnten ſie Dir einiges Vergnügen machen, wenn Du unterwegs jagen willſt.“

„Nein, nein, liebe Mutter, die wollen wir nur zu