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aus freien Stücken den Vater im Hammerwerke aufgeſucht hatte und mit ihm nach Hauſe ging, ich habe gedacht, es könnte nichts ſchaden, wenn ich mich ein wenig im Lande umſehen würde, vorausgeſetzt nämlich, daß Du, lieber Vater, Deine Einwilligung gibſt und nichts dagegen ein⸗ zuwenden haſt.“
Ich habe ganz und gar nichts dagegen, mein lieber Karl Auguſt. Nächſt einer vernünftigen, klugen Heirath könnteſt Du gar nichts Beſſeres thun. Im Uebrigen iſt es mir im Ganzen lieber, wenn Du zuvor auf Neiſen gehſt. Ich ſchlage Dir vor, England zu beſuchen.
„Nein, nicht ins Ausland! Ich möchte mich blos in Schweden umſehen, und zwar nur zu meinem Vergnügen.“
Aber auch zu Deinem Nutzen— wenigſtens wenn ſich die Sachen ſo fügen,“ meinte der Hüttenbeſitzer.
„Nun ja, wenn ſich beides verbinden läßt, ſo kann ich nichts dawider haben.“
„Du wirſt vielleicht auch Einiges thun müſſen, um dieſen Zweck zu erreichen. Auf Reiſen muß man die Ge⸗ genſtände klar und deutlich ins Auge faſſen, ſo wie ſie wirklich ſind, und man darf ſich nicht an die Farbe halten, welche eine verkehrte Einbildungskraft ihnen gibt; denn ſonſt bekömmt man nur falſche Bilder, die kein verſtän⸗ diger Menſch wieder erkennt.“
„Ich verſtehe Dich, lieber Vater: ich ſoll alſo die Poeſie bei Seite laſſen und blos mit meinen wirklichen Augen ſehen?“
„Ja, Gott bewahre Dich, daß Du mit etwas ande⸗ rem ſehen ſollteſt! Hör einmal, Karl Auguſt, ich möͤchte Dir den Vorſchlag machen, ein Tagbuch zu führen.
„Ein Tagbuch?““ wiederholte Karl Auguſt mit ſicht⸗ lichem Widerwillen; denn nächſt einem rothhaarigen Frauen⸗ zimmer und geſchwätzigen Tanten war ein Tagbuch das Allerabſcheulichſte, was er wußte.„Nein, Gott bewahre mich, lieber Vater, ein Tagbuch werde ich ganz gewiß nicht führen.“
„Nun, warum denn nicht, wenn ich fragen darf?“


